Starke Strömung

Zwei Schlauchboote in der Rur bei Jülich gekentert
Von Redaktion [28.05.2005, 09.49 Uhr]

Gegen 16.45 Uhr alarmierte ein 42 Jahre alter Mann aus Jülich mit seinem Mobiltelefon die Rettungsdienste. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Jülicher auf einer Kiesbank inmitten der Rur kurz vor Kirchberg. Der Mann, seine Ehefrau und die sieben Jahre alte Tochter waren kurz zuvor mit einem Schlauchboot auf der an dieser Stelle besonders strömungsstarken Rur gekentert. Seine Frau hatte sich an einem Ast der in den Fluß hineinragte festhalten können, während die Siebenjährige sich an das gekenterte Schlauchboot klammerte. Ein zweites Schlauchboot in dem sich ein 13-Jähriger und zwei zehnjährige Kinder befanden, war ebenfalls an der Stelle havariert und trieb mit den Kindern flussabwärts.

Auf Grund des durch hohen Bodenbewuches und Dickicht unwegsamen und schwer einsehbaren Uferbereiches gestaltete sich die Ortung der Personen zunächst als sehr schwierig.

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Neben Polizei und Feuerwehr waren auch zwei Hubschrauber der Polizei und des ADAC am Einsatz beteiligt. Schließlich konnten die in hilfloser Lage befindlichen Eltern und die Siebenjährige lokalisiert werden. Das Mädchen wurde durch einen Polizeibeamten gerettet, der sich sofort in das Wasser begab und das Kind festhielt. Gemeinsam mit Kräften der Feuerwehr konnten auch die Eltern ans sichere Ufer gebracht werden.

Der Verbleib der anderen drei Kinder war zunächst unklar und ließ Schlimmstes befürchten. Bei einer Absuche konnte das gekenterte Schlauchboot unter einem Ast im Flußlauf hängend aufgefunden werden.Personen befanden sich dort nicht mehr. Die anschließende Suche verlief erfolgreich. Die drei Kinder hatten sich selbstständig an das Ufer retten können.

Alle sechs Personen wurden mit Rettungstransportwagen zu einem nahe gelegenen Krankenhaus transportiert. Nach einer ambulanten Behandlung der leichten Verletzungen konnten die Verunglückten wieder entlassen werden.


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