Nano- und Biotechnologien (IMB)

FH-Institutsgründung in Jülich mit Kolloquium „gefeiert“
Von Arne Schenk [22.10.2007, 10.57 Uhr]

Prorektorin Doris Samm (links) und Dekanin Angelika Merschenz-Quack begrüßen das Team des Instituts für Nano- und Biotechnologien (IMB) am Campus Jülich, Arshak Poghossian, Michael Schöning, Marcus Baumann und Manfred Biselli (von rechts).

Prorektorin Doris Samm (links) und Dekanin Angelika Merschenz-Quack begrüßen das Team des Instituts für Nano- und Biotechnologien (IMB) am Campus Jülich, Arshak Poghossian, Michael Schöning, Marcus Baumann und Manfred Biselli (von rechts).

„Extrem gewünscht und extrem gefordert“ sei die Gründung des Instituts für Nano- und Biotechnologien (IMB) am Campus Jülich vom Rektorat der Fachhochschule Aachen, betonte Prof. Doris Samm, Prorektorin für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer. Gemeinsam mit der Dekanin des Fachbereichs für Angewandte Naturwissenschaften und Technik, Prof. Angelika Merschenz-Quack, übernahm sie die Begrüßung des ersten INB-Kolloquiums „Nano- und Biotechnologien: Forschen für die Herausforderung von morgen“, während dessen das Institut im Auditorium des Rundlings eröffnet wurde.

Dabei handele es sich um die beiden Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts, bekräftigte der Geschäftsführende Institutsleiter Prof. Michael Schöning. In allen drei Bereichen, Nano- und Biotechnologie sowie der interdisziplinären Schnittstelle zwischen beiden, arbeiten Forscher an Lösungen auf den Gebieten der Halbleitertechnik und Nanoelektronik, der Chemo- und Biosensorik, der Mikrobiologie, Pflanzenbiotechnologie und Zellkulturtechnik sowie den grundständigen Disziplinen Physik, Elektrotechnik, Chemie, Biologie und Materialwissenschaften.

Neben Michael Schöning (Chemo- und Biosensorik) wird das neue Institut vertreten von den Professoren Arno Förster (Halbleitertechnik und Nanoelektronik), Marcus Baumann (Mikrobiologie und Pflanzenbiotechnologie) und Manfred Biselli (Zellkulturtechnik) sowie Dr. Arshak Poghossian (Chemo- und Biosensorik). Von der Informationstechnologie über die Automobiltechnik bis hin zur Pharmazie reichen die Forschungsfelder.

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Beim Informationsaustausch zwischen belebter und toter Materie spielt die Nanotechnologie eine immer entscheidendere Rolle, so bei der Konstruktion von Biosensoren.

Die Glückwünsche seiner Kollegen vom Forschungszentrum überbrachte Prof. Detlev Grützmacher vom Institut für Bio- und Nanosysteme (IBN-1). „Was erwartet uns in Zukunft auf dem Halbleitermarkt“, einem der zurzeit am schnellsten wachsenden Märkten, fragte er in seinem Kolloquiumsvortrag „Trends in der Halbleitertechnik und Nanoelektronik“. Darin beschwor er unter anderem die Vision eines Autos, dass einem Kilometer hinter ihm fahrenden mitteilt, dass dieses Glatteis oder einen Stau entgegen strebt.

„Rekombinante Antikörper – Werk- und Wirkstoffe in der Pflanzenbiotechnologie“ lautete der Vortrag von Dr. Stefan Schillberg vom Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie. Der „Halbleitersensorik für Biologie und Chemie“ widmete sich Prof. Theodor Doll, adlantis Dortmund und Johannes Gutenberg Universität Mainz, während Dr. Michael Pohlscheidt, Roche Diagnostics GmbH, die Anforderungen an die Sensorik in der Fermentation erörterte. Anschließend präsentierte eine Postersession im Gerling-Pavillon ausgewählte Forschungsprojekte des Instituts.

Bereits im Vorfeld mussten die Wissenschaftler nicht nur nachweisen, dass sie in der Vergangenheit sehr erfolgreich geforscht hatten, sondern auch, woher Drittmittel zur Finanzierung des Projekts kommen, um die Zukunft dessen zu gewährleisten. Unheimlich stolz auf die Forschungsstadt Jülich, deren Forscher und Institutionen wie das Forschungszentrum und dem Campus zeigte sich Prof. Angelika Merschenz-Quack. „Forschung für die Herausforderungen von morgen“ bedeute schließlich auch „Forschung für ein Mehr an Lebensqualität für morgen“.


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