Stadtarchiv erhält Lager in der Musikschule

Jülicher Geschichte wird trockengelegt
Von  [17.10.2007, 19.18 Uhr]

Der Schimmel fällt das papierne Gedächtnis der Stadt Jülich an. In den Originalzeitungen längst vergangener Tage wütet der Pilz. Jetzt wird dieses Stück Jülicher Geschichte im wahrsten Sinne trockengelegt.

Längst bekannt ist die marode Lagersituation des Jülicher Stadtarchivs. Eine Ortsbesichtigung machte das Ausmaß der Misslage deutlich: Durch einen früheren Rohrbruch haben sich Schimmelpilze gebildet, die die dort lagernden Zeitungen angegriffen haben. „Hier ist dringender Handlungsbedarf“ unterstrich Martin Schulz, erster Beigeordneter der Stadt. Dem wird nun Folge geleistet. Ein Kellerraum der Musikschule, in der bisher die Ballettschule ihre Requisiten gelagert hat, wird für 8000 Euro hergerichtet.

Kosten erstehen nicht nur durch das Einzehen von Gipskartonwänden, und kleinere bauliche Maßnahmen sondern auch durch die Anschaffung von den benötigten Regalen. Die bislang genutzten Kompaktsysteme können nicht mit umziehen.

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Langfristig gesehen soll es ein „Reihumumzug“ für mehr Platz sorgen, denn nicht nur das Stadtarchiv leidet an Raummangel. Die Vision ist der Umzug des Stadtgeschichtlichen Museums in die Zitadelle. Damit würde die Sammlung an zwei Standorten wegfallen. Gespräche mit dem ausgeschiedenen Schulleiter Reichard verliefen positiv, wie Schulz erläuterte, allerdings wurde eine Entscheidung ob der Pensionierung vertagt.

Die freiwerdenden Flächen des Museums im Kulturhaus könnten dann von der Stadtbücherei genutzt werden, die ihrerseits Platz für das Stadtarchiv schaffen würde.

Als erste Maßnahme darf sich Stadtarchivar Dr. Horst Dinstühler aber nicht nur über den Umzug seines Papierarchivs in die Musikschule freuen, sondern auch über einen neuen Boden. Bis Ende des Monats sollen die Arbeiten erledigt sein.


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