Eröffnung am Tag der deutschen Einheit

Frauenarbeit in Lima - Fotoausstellung am Jülicher Campus
Von Daniela Vossenkauf  [29.09.2007, 08.59 Uhr]

Foto aus der Ausstellung: Eine Heimarbeiterin aus Lima bei der Arbeit.

Foto aus der Ausstellung: Eine Heimarbeiterin aus Lima bei der Arbeit.

Am Campus Jülich der Fachhochschule Aachen gibt es nicht nur „Angewandte Naturwissenschaften und Technik“, sondern stets auch eine Vielfalt an kulturellen Angeboten. Vom Mittwoch, 3., bis Samstag, 27. Oktober, zeigt der Fachbereich im Auditorium am Solarcampus, Heinrich-Mußmann-Straße, eine Fotoausstellung über die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Heimarbeiterinnen in Lima unter dem Thema „Frauen haben viele Fähigkeiten“.

Um Kosten zu sparen und arbeitsrechtliche Bestimmungen zu umgehen, lagern viele der peruanischen Textilunternehmen aufwändige Klein- und Verzierungsarbeiten an Kleidungsstücken aus. Diese Aufgaben werden von zahlreichen Heimarbeiterinnen übernommen, die dafür äußerst schlecht bezahlt werden: Ihr durchschnittlicher Stundenlohn beträgt umgerechnet gerade einmal zweieinhalb Eurocent.

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Warum wird ihre Arbeit nicht anerkannt, wie beschreiben die Frauen selbst ihre Arbeitssituation und welche Träume und Wünsche haben sie? Diese Fragen waren leitend für die Berliner Ethnologin und Genderexpertin Steffi Holz und ihre Mitarbeiterinnen Sandra Dietzel und Ursina Roder, als sie im Jahr 2006 im Rahmen des sechsmonatigen ASA-Projektes (Arbeits- und Studienaufenthalte im Ausland) zahlreiche Interviews mit den Heimarbeiterinnen aus Lima führten.

Im Anschluss erstellten sie eine qualitative Studie für eine lokale Entwicklungsorganisation in Lima. Mit selbst aufgenommenen Fotos dokumentieren die peruanischen Frauen ihren Alltag bei der Heimarbeit. Ergänzend zeigt die Ausstellung Auszüge aus den Interviews sowie Informationstafeln. Bei der feierlichen Ausstellungseröffnung am 3. Oktober um 19 Uhr wird die Projektleiterin Steffi Holz in das Thema einführen. Die musikalische Gestaltung hat Virginia Lisken übernommen.


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