„Das Zauberflugzeug“ und „Du bist nicht allein“

Viel Glaube, viel Hoffnung im KuBa-Kino
Von Redaktion [27.09.2007, 10.06 Uhr]

Noch ahnt Charly nicht, dass es das Abschiedsgeschenk seines Vaters ist.

Noch ahnt Charly nicht, dass es das Abschiedsgeschenk seines Vaters ist.

In „Das Zauberflugzeug“ können kleine Kinofreunde am Montag, 1. Oktober, im KuBa-Kino einsteigen. Erzählt wird ab 16 Uhr die Geschichte von Charly, der von seinem Vater ein selbstgebautes Flugzeugmodell zum Weihnachtsfest geschenkt bekommt. Eigentlich wollte der Junge jedoch ein Fahrrad. Wie bedeutsam das unverhoffte Geschenk ist, wird ihm erst viel später klar, denn kurz darauf kommt der Vater, der bei der französischen Luftwaffe beschäftigt ist, bei einem Unfall ums Leben.

Als sich Charly jetzt mit dem Flugzeug beschäftigt, entdeckt er, dass das Flugzeug sich von Geisterhand bewegt. Es fliegt und scheint lebendig. Charly schließt Freundschaft mit dem rohen Flugzeugprototypen, und bald spielen sich phantastische Szenen ab. Als die ehemaligen Kollegen des Vaters von dem Zauber erfahren, verfolgen sie Charly und seinen neuen fliegenden Freund unerbittlich. Denn sie hoffen, im Innern des Flugzeugs wichtige Forschungsergebnisse zu finden, die nur Charlys Vater kannte.

„L´Avion“, so der Originaltitel, erhielt den Lucas 2005 auf dem 28. Internationalen Lucas Kinderfilmfestival in Frankfurt/Main. Der Film beeindruckte die Jury unter anderem durch die Klarheit der Bilder und durch die ungewöhnliche Auswahl der Farben.

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Ihre steile Karriere von der Wurstverkäuferin zur Wachhabenden bewundert selbstzufrieden Frau Moll.

Ihre steile Karriere von der Wurstverkäuferin zur Wachhabenden bewundert selbstzufrieden Frau Moll.

Die Gewissheit „Du bist nicht allein“ machen im Abendfilm ab 20 Uhr unter Regie von Bernd Böhlich in einem zu Herzen gehenden Film auch Axel Prahl, Katharina Thalbach, Katerina Medvedeva und Herbert Knaup. 90 Minuten lange begleiten die Zuschauer das Schicksal von Familie Moll, der schönen, energiegeladenen Jewgenia sowie des Ehepaars Wellinek.

Hans Moll entdeckt ein Gefühl, das er längst vergessen hatte: verliebt sein, glücklich sein, die aufgeregte Hoffnung eines Verzückten. Er pflegt sich, macht kleine Geschenke, ist aufmerksam und charmant: Mitten in der Einsamkeit der Arbeitslosigkeit wird Hans Moll ein anderer Mensch. Seine Frau indes ist mit Wichtigerem, mit ihrer neuen Arbeit beim Wachdienst beschäftigt, mit den Parolen der Motivationstrainer, mit der steilen und unverhofften Karriere von der Wurstverkäuferin zur Wachhabenden.

Die Ex-Schauspielerin Frau Wellinek und ihr Mann, der ehemalige Physiker, sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Sie haben Zeit, aber keine Arbeit. Sie haben Alternativen, aber keine richtige Perspektive. Sie alle entdecken die Sehnsucht nach einer Chance, alles von vorn zu beginnnen und sich selbst ins Leben zurückzuholen.

Bernd Böhlich gelang eine charmante, einfühlsam beobachtete und mit warmherzigem Humor erzählte Sozialkomödie. „Du bist nicht allein“ ist ein Film, der ebenso genau in der Wirklichkeitsdarstellung ist, wie er in seiner hoffnungsvollen und berührenden Melancholie optimistisch ist. Er zeigt Menschen auf der Suche nach den Dingen, die sie sein könnten, nach einem Ort, an den man gehört, nach Schutz, Liebe, Gemeinschaft.


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