Schicksalsschläge in Springfield und London

Von Gelbgesichtern und Rotlichtmillieu im KuBa-Kino
Von Redaktion [15.09.2007, 15.01 Uhr]

Mit zwei Schicksalsschlägen befasst sich das Jülicher Kino im Kulturbahnhof am Montag, 17. September. In „Die Simpsons - Der Film“ muss Homer ab 16 Uhr die Welt vor einer Katastrophe retten, die er selbst verursacht hat. Eine unselige Verknüpfung vieler Dinge setzt alles in Gang: Homer, dessen neues Haustier, ein Schwein, sowie ein mit Fäkalien gefülltes Silo, das ein Leck aufweist ... und Springfield steht Kopf.

Marge ist zutiefst über Homers Tölpelhaftigkeit erbost, derweil ein rachelüsterner Mob sich auf den Weg zum Hause der Simpsons macht. Da hilft nur die Flucht. Die sogleich in einer Katastrophe endet, liegen sich die Familienmitglieder doch postwendend in den Haaren und gehen getrennte Wege ...

Und während das Schicksal von Springfield an einem seidenen Faden hängt, begibt sich Homer auf seine Odyssee - ein schwerer Gang, muss er doch auf Marges Vergebung hoffen, die versprengte Familie wieder zusammenführen und seine Heimatstadt retten ...

Nach 18 Staffeln, 400 Episoden sowie unzähligen Auszeichnungen - darunter ein Peabody Award, 23 Emmys und die Feststellung des Time Magazine, dass "Die Simpsons" die beste TV-Show des 20. Jahrhunderts ist - hat es die langlebige Cartoon-Serie nun ins Kino geschafft.

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Einen Schicksalsschlag anderer Art hat Marianne Faithfull alias Maggie ab 20 Uhr zu tragen. Als sie das Schild „Hostess gesucht“ am Eingang einer Rotlicht-Bar in Soho suegt hat keinen Schimmer, was sich hinter diesem Jobangebot verbirgt – aber sie braucht dringend Geld für die medizinische Behandlung ihres Enkels. Kurz entschlossen bewirbt sie sich bei dem verblüfften Besitzer des Etablissements (Miki Manojlovic).

Überraschenderweise erweist sich ihre rechte Hand als höchst begabt: Schon bald genießt Maggie unter dem Künstlernamen „Irina Palm“ in einschlägigen Kreisen einen legendären Ruf. Zu Hause, in ihrem Londoner Vorort, überrascht die flotte Witwe die Freundinnen aus der Nachbarschaft mit ihrer neuen Karriere. Und schließlich bietet das Leben ihr sogar noch die Aussicht auf eine neue Liebe – an einem Ort, wo man sie am allerwenigsten vermutet …

Die Rolle der Maggie ist eine Traumrolle für Marianne Faithfull: In „Irina Palm“verkörpert die britische Pop-Ikone eine mutige Frau in den besten Jahren, die sich nicht unterkriegen lässt und sich ihren Platz in der Welt erkämpft. Regisseur Sam Garbarski, in Deutschland geboren und aufgewachsen, war bereits mit seinem Arthaus-Hit "Der Tango der Rashevskis" bei Presse und Publikum gleichermaßen erfolgreich. In seinem zweiten Spielfilm „Irina Palm“, der im Wettbewerb der Berlinale 2007 uraufgeführt wurde, begeistert Garbarski mit einer unnachahmlich britischen Mischung aus herzergreifender Tragik und erfrischender Komik.


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