Die Töchter des chinesischen Gärtners

KuBa-Kino für lustvolle Gartenfreunde
Von Redaktion [07.09.2007, 09.09 Uhr]

Unter den strafenden Blicken der Männer zeigt sich die Liebe zwischen zwei Frauen.

Unter den strafenden Blicken der Männer zeigt sich die Liebe zwischen zwei Frauen.

Opulente Bilder sind es die Autor und Regisseur Dai Sijie im KuBa-Kino am Montag, 10. September, ab 20 Uhr vor den Besuchern ausbreitet. In „Die Töchter des chinesischen Gärtners“ greift er eines der großen Tabu-Themen im Land der aufgehenden Sonne auf: Die Liebe zwischen zwei Frauen.

Die junge Li (Mylène Jampanoi) trifft auf der Insel des berühmten Botanik-Professors Chen (Dongfu Lin) ein, der dort inmitten einer prachtvollen und exotischen Pflanzenwelt lebt. Sie möchte bei dem Professor ein Praktikum absolvieren, wird allerdings nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Unter seiner Autorität und unter der Isolation auf der Insel leidet auch seine Tochter An (Li Xiaoran), die sich über die junge Studentin freut. Eine Begegnung, die beider Leben verändert.

Denn aus anfänglicher Sympathie erwachsen zärtliche Empfindungen, eine verschwiegene erotische Anziehung und schließlich leidenschaftliche Liebe. Und das in China, einem Land, in dem Homosexualität in den 80er Jahren noch als absolutes Tabu gilt.

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Als einzige Möglichkeit, unter dem Deckmantel der Normalität zusammen zu bleiben, scheint es nur die Heirat von Li mit Ans Bruder zu geben. Durch diese fatale Entscheidung gerät das fein austarierte familiäre Gleichgewicht aus den Fugen und balancieren die Liebenden fortan auf einem gefährlichen Grat …

Autor und Regisseur Dai Sijie, bekannt durch sein Meisterwerk "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin", erzählt in seinem neuen Film „Die Töchter des chinesischen Gärtners“ das berührende und dramatische Schicksal eines weiblichen Liebespaars im China der 1980er Jahre. Er entführt uns in ein geheimnisvolles Universum voller Sinnlichkeit, Begehren und tiefem Gefühl, in dem sich zwei Frauen durch ihre verbotene Liebe in große Gefahr begeben: Er ist ein aufwühlendes Drama über die seelischen Erschütterungen hinter einer strengen familiären Fassade in einem Land mit harten moralischen Gesetzen. In opulenten Bildern erzählt, trifft der Film mitten ins Herz – ein weiblicher "Brokeback Mountain", der in einer ganz anderen Kultur den Liebenden ähnlich starre Konventionen und grausame Sanktionen auferlegt.


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