Viermal KuBa-Kino

Jülich: Dreimal Potter und das Leben zwischen Welten
Von Redaktion [16.08.2007, 17.04 Uhr]

Dumbledores Armee steht wie ein Mann hinter Harry Potter.

Dumbledores Armee steht wie ein Mann hinter Harry Potter.

Er bezaubert wieder die Menschen: Harry Potter und seine Freundesschar zieht diesmal mit dem Orden des Phönix als Dumbledore’s Army in der Kampf gegen das unaussprechlich Böse. Gleich dreimal zeigt der Jülicher Kulturbahnhof Teil fünf des kultigen Filmspektakels, den düstersten aller Potterfilme. Der inzwischen 15-jährige Magierspross muss nicht nur Finsterling Voldemorts Rache fürchten, sondern leidet auch unter Machtmissbrauch und Totalitarismus.Seit Harry Potter (Daniel Radcliffe) Zeuge von Lord Voldemorts (Ralph Fiennes) Auferstehung wurde, leugnet das Zaubereiministerium nämlich diese Tatsache. Minister Fudge setzt die sadistische Professorin Umbridge (Imelda Staunton) als Spionin in Hogwarts ein –ausgerechnet im so wichtigen Fach Verteidigung gegen die dunklen Künste.

Nicht unumstritten ist, was TV-Regisseur David Yates mit „Harry Potter und der Orden des Phönix“ abliefert. Von Flickwerk ist die Rede und austauschbarer Inszenierung (filmstarts.de). Immerhin galt es 1000 Seiten J.K.Rowling auf ein vernünftiges Drehbuch zu reduzieren – „das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen und dabei trotzdem nicht den Charme zu verlieren, den das Potter-Universum schon immer gerade durch das liebevolle Drumherum gewann.“ Schwierig ist tatsächlich das Verständnis des Films, wenn man die Romanvorlage nicht gelesen hat – entscheidende, vor allem auch für den Fortlauf der Geschichte bedeutende Details, werden zu kurz oder gar nicht beleuchtet.

Ein eigenes Bild vom verfilmten Buch können sich Potter- und Filmfans am Montag, 20. August, um 16 und 20 Uhr sowie am Dienstag, 21. August, um 16 Uhr machen.

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Gefangen zwischen Indien und Amerika.

Gefangen zwischen Indien und Amerika.

Ebenfalls zwischen zwei Welten gefangen ist Gogol, sohn von Ashoke (Irfan Khan) und Ashima (Tabu). Den gesellschaftlich-kulturellen Spagat eines Emigranten in Amerika beleuchtet am Dienstag, 21. August, um 20 Uhr „The Namesake – zwei Welten, eine Reise“.

Ein Zugunglück nahm der junge Inder Ashoke (Irfan Khan) zum Anlass, die Heimat zu verlassen und sein Glück in Boston zu versuchen. Zwei Jahre später holte der Ingenieur seine per arrangierter Ehe angetraute Braut Ashima (Tabu) nach, um eine Familie zu gründen. Die neue Heimat bleibt ihr fremd, erst mit der Geburt zweier Kinder versöhnt sie sich mit Amerika. Als Sohn Gogol (Kal Penn) Jahre später in Yale studiert und den Familiennamen ablegen will, findet er erst durch eine Tragödie zu den Wurzeln seiner Eltern zurück.

Zwei Welten, das farbenfrohe Indien und ein kühl-modernes Amerika sind die beiden Gegensätze, deren schwierige Vereinigung die indische Regisseurin Mira Nair ("Salaam Bombay") selbst, als auch ihr sensibles, mit leisem Humor aufgelockertes Familiendrama bewegen

In ihrem bis heute persönlichsten Film bringt die gefeierte Regisseurin Mira Nair (Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeit, Monsoon Wedding) ihre Sicht von Jhumpa Lahiris Romanbestseller, der die Leser in der ganzen Welt berührt hat, auf die Leinwand. Sie untersucht die Verbundenheit, welche globale Familien, die im modernen Alltag wechselnden Veränderungen, Konflikten und Katastrophen die Stirn bieten müssen, sowohl zerreißen als auch zusammenhalten kann.


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