Wettkampf um die Güsten Open Silver Bowl
Von Arne Schenk [01.08.2007, 16.44 Uhr]

Das größte Sommer-Tennis-Event der Region, die Neuauflage der berühmt-berüchtigten Güsten Open, findet am Samstag, 4. August, auf der Anlage des Tennisvereins Grün-Weiß Welldorf-Güsten am Sandweg in Güsten statt. Dabei spielen wieder rund 60 Senioren aus der Euregio um die heiß begehrte „Güsten Open Silver Bowl".

Was für die „Großen“ im Tennis die Grand-Slam-Turniere sind, ist für die Senioren der Region Aachen/Düren/Heinsberg, inzwischen sogar bis in die Niederlande, längst das vom T.V. Grün-Weiß Welldorf-Güsten e.V. veranstaltete Sommer-Turnier „Güsten Open“ geworden.
So werden auch am ersten August-Samstag ab 9.30 Uhr wiederum je fünf Mannschaften in vier Gruppen (Pete Sampras, Roy Emerson, Björn Borg und Rod Laver) - jeder gegen jeden - die Gruppensieger ausspielen, die dann ab 17.30 Uhr die Halbfinalspiele bestreiten. Die beiden Gewinner der Halbfinals ziehen in das Endspiel um die „Güsten Open Silver Bowl" ein.
Titelverteidiger sind Dr. Jürgen Elsen und Manfred Wolfgang Müller von der Tennisvereinigung Blau-Weiß e.V. Jülich, die im vergangenen Jahr nach einem packenden Finale mit 6:3, 6:4 gegen die Routiniers Leo Neulen und Jürgen Siedhoff vom Siersdorfer TC die Oberhand behielten und damit den Triumph der Blau-Weißen aus dem Jahre 2004 (damals in der Besetzung Hilgers/Schüßler) wiederholen konnten.
Die Halbfinalisten des Vorjahres (BW Jülich, Siersdorf, Holzweiler und Bettenhoven) sind in ihren Gruppen „gesetzt“, um zu verhindern, dass sie sich bereits in der Vorrunde gegenseitig eliminieren. Wer sich dieses Jahr letztlich durchsetzen wird, ist allerdings angesichts der insbesondere von Rot-Weiß Jülich, Schwarz-Gold Linnich und vom TC Inden stets bis zum Antritt geheimgehaltenen Paarungen sowie den erstmalig antretenden und daher schwer einzuschätzenden Teams von Blau-Weiß Erkelenz und vom TC Hasselsweiler völlig offen. Immer für den Titel gut sind die Rekordgewinner von Grün-Weiß Tetz sowie die ewigen Dritten vom SV Holzweiler; internationales Flair verleihen dem Turnier ein brasilianisches Team sowie die Vertreter der niederländischen Krone vom Lawn-Tennis-Club Dentgenbach ’79 aus Kerkrade.

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So wird mit großer Spannung erwartet, wer nach dem Großen Finale, das für 18 Uhr angesetzt ist, als Sieger und Zweitplazierter traditionell unter den Klängen von Vangelis’ Conquest of Paradise das Applausspalier der übrigen Teilnehmer auf die Freiterrasse des Grün-Weiß-Clubheims durchschreiten wird, um dort den Wanderpokal, die SILVER BOWL, die „schönste Salatschüssel der Welt“, aus den Händen des Club-Präsidenten, Jürgen A.C. Kreuzer, und des Schirmherrn der Veranstaltung, Sparkassenvorstand Uwe Willner, in Empfang zu nehmen.
Darüberhinaus erhalten die vier Erstplazierten ein nicht unerhebliches Preis-geld (in Höhe von 80.000 für den ersten, 60.000 für den zweiten und je 40.000 für die beiden dritten Plätze), allerdings in Form von „Güsten-Dollar“ (Biermarken), damit auch die nicht Platzierten daran teilhaben, was zugleich den Charakter des Turniers manifestiert: die Verbundenheit und Geselligkeit aller soll im Vordergrund stehen. Die meisten Teilnehmer kennen sich - durch die Teilnahme an den vorangegangenen Turnieren – zum Teil bereits seit fast zwei Jahrzehnten und fiebern bereits seit Wochen auf das Wiedersehen in Güsten; dort gewachsene Freundschaften sollen weiter vertieft und ausgebaut werden.
So werden auch in diesem Jahr wieder das „Champions Dinner“ und die sich daran anschließende „Players Party“ für den Veranstalter wie auch die Gäste (mindestens) den gleichen Stellenwert haben wie der sportliche Vergleich. Deshalb wird auch der Teilnehmer, in dessen Person sich diese beiden Aspekte am Turniertag am nachhaltigsten vereinen, auch in diesem Jahr wieder mit dem Sonderehrenpreis für den „Spieler mit dem besten Stil“ ausgezeichnet.
Um die Bedeutung gerade dieser Symbiose deutlich hervorzuheben, hat der Veranstalter auch für diesen Preis einen Wanderpokal ausgelobt, den im vergangenen Jahr Uwe Dymowski vom SC Jülich 1910/97 erhielt. Die Jury wird insoweit während der gesamten Veranstaltung alle Teilnehmer wachen Auges beobachten und nicht nur Spielergebnisse, sondern z.B. auch die Häufigkeit des Erhebens der gespreizten Hand, einer besonderen Güsten-Open-Spezialität, auswerten.
Auch insoweit sind natürlich alle gespannt, wer in diesem Jahr Helmut Lohn (RW Jülich, 1999), Peter Schweren (Linnich, 2000), Walter Steinbusch (Siersdorf, 2001), Jürgen Siedhoff (Siersdorf, 2002), Ralf Faber (RW Jülich, 2003), Hans-Leo Jansen (2004, Holzweiler), Wolfgang Müller (BW Jülich) und eben Uwe Dymowski beerben wird. Die Ehrung und Überreichung des Pokals wird im Rahmen der Players Party von Herrn Landtagsabgeordneten a.D. Wilhelm Lieven, Titz, vorgenommen.
Damit die Veranstaltung auch für die Spielerfrauen, die mitangereisten Fans und die übrigen Besucher des Turniers nicht mit der Siegerehrung abrupt zu Ende geht, gibt es im Anschluss an das sportliche Geschehen Anreize für Gaumen, Aug’ und Ohr. Und spätestens dann, wenn die vom Veranstalter angekündigte „ganz besondere (brasilianische) Überraschung“ heiße Samba-Rhythmen auf der Clubanlage verbreiten wird, wird endgültig das Saturday-Night-Fever rund um den Sandweg in Güsten ausbrechen. Als Höhepunkt des Rahmenprogramms wird schließlich nach Einbruch der Dunkelheit (gegen 22.30 Uhr) nun schon traditionell das riesige musikalisch untermalte („also sprach Zarathustra!“) Höhenfeuerwerk den Abendhimmel über dem Jülicher Osten erhellen. Ein Besuch der Güsten Open 2007 ist also nicht nur in sportlicher Hinsicht empfehlenswert. Der Eintritt ist frei.

mehr Informationen unter www.tennis.de.tt


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