Das Leben der Anderen

KuBa-Kino bietet Gänsehaut zur Hitzewelle
Von Redaktion [14.07.2007, 11.37 Uhr]

Er hört "Das Leben der Anderen" ab.

Er hört "Das Leben der Anderen" ab.

Ein Grausen erschreckender Art erleben Erwachsene bereits zum dritten Mal im KuBa-Kino in diesem Jahr: Am Dienstag, 16. Juni, um 20 Uhr kommt „Das Leben der Anderen“ auf die Leinwand. Fünf Jahre vor seinem Ende sichert der DDR-Staat seinen Machtanspruch mit einem erbarmungslosen System aus Kontrolle und Überwachung. Für das sauber recherchierte Drama von Florian Henckel von Donnersmarck über das Leben in Ostberlin im November 1984 gab es sechs deutsche Filmpreise und den Oskar für den besten ausländischen Film in Los Angeles.

Es geht um Oberstleutnant Anton Grubitz (Ulrich Tukur), der den linientreuen Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe) auf den erfolgreichen Dramatiker Georg Dreyman (Sebastian Koch), ansetzt. Wieseker verspricht sich davon einen Karriereschub. Immerhin stehen höchste politische Kreise hinter dem „operativen Vorgang“. Womit er nicht gerechnet hat: Das intime Eindringen in die Welt der Observierten verändert auch den Spitzel. Das Eintauchen in Das Leben der Anderen – in Liebe, Literatur, freies Denken und Reden – macht Wiesler die Armseligkeit seines eigenen Daseins bewusst und eröffnet ihm eine nie gekannte Welt, der er sich immer weniger entziehen kann.

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Ein Aufsehen erregendes Regie-Debüt: Florian Henckel von Donnersmarck, der bereits mit preisgekrönten Kurzfilmen auf sich aufmerksam gemacht hat (u.a. Dobermann, Der Templer), schrieb nach intensiven Recherchen in Archiven und bei Historikern und Zeitzeugen das Drehbuch und präsentiert mit „Das Leben der Anderen“ seinen ersten abendfüllenden Spielfilm. Dabei wagt er etwas Außergewöhnliches, erzählt kompromisslos und mit großer Wahrhaftigkeit eine Geschichte aus dem Innersten der DDR – aber nicht in der bisher so beliebten Form der „DDR-Komödie“.


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