Komplexen Simulationscodes verbessern

Jülicher Forscher gründen mit Partnern virtuelles Zentrum
Von Redaktion [14.07.2007, 11.30 Uhr]

Um die hochmodernen Programmierwerkzeuge im Hochleistungsrechnen (engl. high-performance computing - HPC) weiterzuentwickeln, arbeitet das Forschungszentrum Jülich mit der RWTH Aachen, TU Dresden und der University of Tennessee in Knoxville zusammen. Gemeinsam haben sie das Virtual Institute High-Productivity Supercomputing (VI-HPS) gegründet, das von der Helmholtz-Gemeinschaft gefördert wird. Die Kooperation vernetzt das Fachwissen der Schlüsselakteure im Bereich der Leistungsanalyse- und Fehlererkennungswerkzeuge für Spitzenrechensysteme.

Der Hauptredner der Einweihungsfeier in Jülich war Douglass Post, Chief Scientist des United States Department of Defense High Performance Computing Modernization Program.

Der Sprecher des VI-HPS, Felix Wolf vom Forschungszentrum Jülich, freut sich über die aus der Partnerschaft entstandenen Synergien: "Die Integration führender Werkzeugprojekte wird den HPC-Nutzern einen klaren Produktivitätsvorteil einbringen". Zudem erklärt der stellvertretende Sprecher der Kooperation Christian Bischof (Aachen): "Neben der Verbesserung der technischen Leistungsfähigkeit der Werkzeuge des VI-HPS, liegt ein weiterer Schwerpunkt darin, mehr Nutzer davon zu überzeugen, dass die Verwendung dieser Werkzeuge sowohl während der Entwicklung als auch in der Anwendungsphase Zeit einspart."

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Das Virtuelle Institut wurde gemeinsam vom Forschungszentrum Jülich, der RWTH Aachen, der Technischen Universität Dresden und der University of Tennessee gegründet. Ziel der Partnerschaft ist es, die Qualität von komplexen Simulationscodes zu verbessern und ihren Entwicklungsprozess in der Wissenschaft und Technik zu beschleunigen, um sie für höchst entwickelte parallele Computersysteme verwenden zu können. Die vier Institutionen werden modernste integrierte Programmierwerkzeuge für Höchstleistungsrechner entwickeln, die die Programmierer dabei unterstützen sollen, Programmierfehler zu identifizieren und die Leistung in der Anwendung zu optimieren.

Das Virtuelle Institut wird heute im Rahmen eines halbtägigen Kolloquiums im Forschungszentrum Jülich eingeweiht. Douglass Post, Chief Scientist des United States Department of Defense High Performance Computing Modernization Program (HPCMP), wird den Hauptvortrag mit dem Titel "Möglichkeiten und Herausforderungen von Computational Science und Engineering" halten.

Virtuelle Institute sind ein bewährtes Förderinstrument der Helmholtz-Gemeinschaft. Die Helmholtz-Zentren und Universitäten nutzen dieses Instrument zur Bündelung von Forschungskompetenzen, um dadurch exzellente Forschungszentren von internationaler Bedeutung in den zentralen Forschungsbereichen zu schaffen. Die virtuellen Institute werden für drei Jahre mit 300.000 Euro pro Jahr gefördert.

Das VI-HPS fügt sich nahtlos in die langfristige Kooperation und die gemeinsamen Initiativen zwischen dem Forschungszentrum Jülich und der RWTH Aachen im Bereich Simulation Science und Supercomputing ein. Eine Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppe arbeitet in Jülich und Aachen im Bereich der Leistungsanalyse und ist Teil der Graduiertenschule AICES, die der RWTH Aachen im Rahmen der deutschen Exzellenzinitiative bewilligt wurde, um Studenten im Bereich Computational Engineering Science (CES) auszubilden. Die von der RWTH Aachen und dem Forschungszentrum Jülich getragene German Research School for Simulation Sciences (GRS) wird begabten Studenten durch das Graduiertenprogramm "Computational Science and Engineering" und durch den Bezug zum Hochleistungsrechnen spannende Ausbildungsmöglichkeiten bieten.


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