PDS-Anträge abgelehnt

Kreisdürener Sozialausschuss besichtigt Jülicher Seniorenresidenzen
Von ars/tee [20.06.2007, 10.44 Uhr]

Kreisausschuss-Mitglieder besichtigen unter Führung von Josef Krott das Albert-Eduard-Schröder-Haus.

Kreisausschuss-Mitglieder besichtigen unter Führung von Josef Krott das Albert-Eduard-Schröder-Haus.

Von der hervorragenden Wohnsituation in der Seniorenanlage „An der Zitadelle“ und der Albert Eduard Schröder Seniorenresidenz überzeugten sich die Mitglieder des Sozial- und Gesundheitsausschusses des Kreises Düren am Dienstag. Zunächst ließen sie sich von Josef Krott, Vorstandsmitglied der Wohngenossenschaft „Woge“, durch die Seniorenresidenz geleiten.

Krott erzählte einiges Wissenswertes über die Anlage mit 27 Wohnungen. Er zeigte zudem ein paar der 22 Kunstwerke, die zwölf Jülicher Künstler der Residenz gestiftet haben, darunter das Glasfenster von Ottmar Alt. Die Mitglieder des Kreisausschusses besichtigten außerdem Einzel-, Doppel- und behindertengerechte Wohnungen und tauschten sich mit den zufriedenen Bewohnern aus.

Anschließend führte Pflegedienstleiterin Sabine Mommertz-Selzer durch die Seniorenanlage „An der Zitadelle“, zu der 80 Einzelzimmer gehören. Die Geselligkeit wird in beiden Anlagen groß geschrieben, auch draußen sitzen in verwinkelten Ecken oder auf Dachterrassen und Balkonen Menschen und halten ein Schwätchen oder hören Musik.

Eine zentrale Anlaufstelle der Seniorenanlage „An der Zitadelle“ ist das Café Pasqualini im Erdgeschoss. Hier hielt der Kreisdürener Ausschuss hernach auch seine Sitzung ab. Nur tröpfchenweise trudelten die Mitglieder ein, so dass schon schmunzelnd gemutmaßt wurde, dass es bereits neue Vertragsabschlüsse „An der Zitadelle“ gegeben habe.

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Zügig wurde im Anschluss die Tagesordnung absolviert, bei der der Bericht der Schuldner- und Insolvenzberatung Kreis sowie die Verwendung des Kreiszuschusses für diese Insitution 2006 zur Kenntnis zu nehmen war. Bis 31.12.2009 ist die Finanzierung der Schuldnerberatungen in Jülich mit anderthalb Fachkräften und einer Teilzeitkraft sowie dreieinhalb Stellen für Fachkräfte und eine Halbtagskraft für die Verwaltung durch den Kreiszuschuss gesichert. Im vergangenen Jahr erstattete die Schuldnerberatung über 10.000 Euro zurück, die zuviel gezahlt worden waren.

Abgelehnt wurden PDS-Anträge, die Beratungsstelle in Düren um mindestens eine weitere halbe Stelle aufzustocken, um Einzelberatungen zu ermöglichen. Derzeit findet in Abstimmung mit der Job-Com in Düren eine Schulung von Überschuldeten in Gruppen statt. Derzenent Georg Beyß erläuterte, dass bei Einzelberatungen identische Fragestellungen aufgefallen seien. Klar wäre ebenfalls, dass 60 Prozent aus der Gruppe in Einzelgespräche müssten, aber „dann haben wir schon eine Menge geschafft“. Ausschussvorsitzende Elisabeth Koschorek teilte in diesem Zusammenhang mit, dass es nach den Ferien einen Runden Tisch mit allen Beteiligten geben werden. Eine Einladung erfolgt noch.

Abgelehnt werden aus juristischen Gründen musste auch der zweite Antrag der PDS, in dem eine zwingende Beratung bei der Schuldnerberatung ausgeschlossen werden sollte. Verpflichtend wird dieses Vorgehen „von Berlin aus“ vorgeschrieben. Es bliebe der Fraktion lediglich an dieser Stelle eine Eingabe zu machen.

Schnell einigten sich die Ausschuss-Mitglieder auch – wie bereits beim Kreis-Jugendhilfe-Ausschuss- auf die Empfehlung von Dezernent Beyß zur Produktpalette für den NKF. Schließlich stellte der Fachmann überzeugend dar, dass das Werk Veränderungen erleben werde, weil Lebenswirklichkeiten letztlich eine Anpassung notwendig machen würden.


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