Forschungszentrum präsentiert sich auf ECOTEC und der europäischen Umweltministerkonferenz

Jülich: Preiswerte Solarzellen mit Industriereife
Von Redaktion [01.06.2007, 11.36 Uhr]

Im Jülicher Forschungszentrum werden dünnschichtige Solarzellen entwickelt.

Im Jülicher Forschungszentrum werden dünnschichtige Solarzellen entwickelt.

Solarzellen erzeugen umweltfreundlichen und sauberen Strom aus Sonnenlicht. Noch behindert jedoch der relativ hohe Preis ihren großflächigen Einsatz. Forscher aus Jülich entwickeln Solarzellen aus extrem dünnen Schichten, die teures Silizium einsparen und so die Kosten entscheidend reduzieren können. Parallel zur europäischen Umweltministerkonferenz, auf der Messe ECOTEC stellt das Forschungszentrum Jülich ihre industriereife Entwicklung vor.

Preiswerte Solarzellen entstehen im Forschungszentrum Jülich aus zwei neuen Arten von Silizium: amorphem und mikrokristallinem. In der Jülicher Tandemzelle werden beide Materialien kombiniert, so dass sie sich optimal ergänzen. Zusätzlich helfen die rauen und hochreflektierenden Grenzflächen zwischen den Schichten, das Licht optimal einzufangen und in Strom umzuwandeln.

Die eigentliche photoaktive Schicht ist nur einige Mikrometer dick und beträgt damit nur ein hundertstel der bestehenden Wafer-Technik. Einerseits spart man teures Silizium, andererseits lassen sich kostengünstige Trägermaterialen wie Kunststoff- oder Metallfolien einsetzen. Zudem werden selbst großflächige Solarzellen in einem Arbeitsschritt hergestellt.

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Vom Material bis zum industriellen Produktionsprozess entwickeln Jülicher Forscher die Technik für diese neuartige Solarzelle. Mittlerweile nutzen fast alle Unternehmen der Solarbranche das Know-How aus Jülich. Die Q-Cells-Tochter Brilliant 234. baut zurzeit eine Pilot-Fabrik mit Jülicher Dünnschicht-Technologie in Sachsen-Anhalt. Ebenso nutzen Applied Materials, Schott Solar und andere für ihre Fertigungsstraßen Technologie aus Jülich.

Auf der Messe ECOTEC in der Zeche Zollverein in Essen stellen die Jülicher Forscher vom 1. bis 3. Juni ihre Forschung vor (Halle 5, Stand B11).


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