Bürgerantrag an Planungsausschuss verwiesen

Handlungsbedarf beim Jüdischen Friedhof in Jülich
Von Redaktion [27.05.2007, 09.54 Uhr]

Der Jüdische Friedhof verfällt. So liest sich der Bürgerantrag, den Dirk Eickenhorst in den jüngsten Haupt- und Finanzausschuss eingebracht hat. Bereits vor zwei Jahren hätte er gemeinsam mit Gabriele Spelthahn und Anne Gatzen als Vorstand der „Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz e.V.“ auf diesen Missstand hingewiesen und um dessen Beseitigung gebeten. Bislang sei nichts geschehen.

Der Haupt- und Finanzausschuss verwies die Angelegenheit an den Ausschuss für Planung, Umwelt und Bauen.

Bemängelt wird, dass die äußere Begrenzungsmauer des Jülicher Jüdischen Friedhofs in einem sehr schlechten Zustand ist. Der Putz ist auf der Innenseite großflächig abgeplatzt, eine Risslinie ist auf Straßenniveau die gesamte Mauer entlang zu sehen. Die Beschädigung der Mauer reicht über den Putz hinaus in das Innere des Mauerwerks. Die Mauerkrone ist an vielen Stellen lose, und kann so abgehoben werden. Einzelne Steine an der Außenseite sind locker, drohen herauszufallen. Hinzu kommt die Herrichtung von Grabstätten, deren zerstörte Grabplatten „über den Friedhof verteilt“ lägen.

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Bei der jüngsten Besichtigung des Friedhofs mit Dieter Peters, für den Landesverband der Jüdischen Gemeinden Nordrhein als Friedhofs-Beauftragter tätig, zeigte, dass sich der Zustand gegenüber 2005 verschlechtert hat. Mit dem Bürgerantrag soll die Verwaltung zum Handeln bewegt werden.

Eickenhorst beklagt, dass in direkter Nachbarschaft zum Mahnmal, und der Straße „An der Synagoge“: „Der derzeitige Zustand des Jüdischen Friedhofs (nicht nur derjenige der Mauer) passt nicht in dieses Bild.“ Zur Finanzierung regt er an, Mittel als der Denkmalpflege zu gewinnen, wie dies bereits in für die Sanierung der Außenmauer des Jüdischen Friedhofs der Gemeinde Müntz (Titz) gelungen ist. Gefordert wird, dass die Stadt Jülich ihrer Verpflichtung zur Instandsetzung nachkommt.


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