Angebot im Forschungszentrum

180 Mädchen absolvierten in Jülich "Amazonenprüfung"
Von Redaktion [23.05.2007, 09.35 Uhr]

Neuland betraten auch diese beiden Mädchen im Umgang mit dem Lötkolben

Neuland betraten auch diese beiden Mädchen im Umgang mit dem Lötkolben

Hämmern, bohren, löten, sägen - für die meisten Mädchen des 7. Schuljahres sind das sicher ungewohnte Tätigkeiten, und das dürfte für viele Grund dafür sein, so genannte Männerberufe nicht in die engere Wahl zu nehmen. Mädchen haben aber keinesfalls "zwei linke Hände", wenn es um Hammer, Bohrer, Lötkolben und Säge geht. Das bewiesen 180 Mädchen aus dem Kreis Düren beim Mädchen-Technik-Tag im Forschungszentrum Jülich.

Zwei Tage lang war das Foyer des Großen Hörsaals Schauplatz für diesen Tag, der Schülerinnen des 7. Jahrgangs ein Gefühl für technische Berufe vermitteln soll und bei dem sie ihre handwerklichen Fähigkeiten testen können. Zu diesem Zweck hatten Auszubildende handwerklicher Berufe einen Parcours aufgebaut, den alle Teilnehmerinnen absolvieren sollten - die so genannte Amazonenprüfung. "Wie heißen diese Werkzeuge?", "Löte eine Büroklammer aus Draht", "Säge eine Scheibe von einem Ast ab" oder "Zeichne spiegelbildlich" - so und ähnlich lauteten die Aufgaben. Konzentriert und motiviert gaben die meisten ihr Bestes.

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Mit Spaß und Konzentration bei der Sache: Klaudia Haugg, Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, schnitt sich von dem Ast "eine Scheibe ab"

Mit Spaß und Konzentration bei der Sache: Klaudia Haugg, Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, schnitt sich von dem Ast "eine Scheibe ab"

"Viele sind überrascht über ihre eigenen Fähigkeiten", berichtet Petra Jerrentrup, die Gleichstellungsbeauftragte des Forschungszentrums. "Sie hatten nur bisher keine Gelegenheit, das festzustellen. Diese Gelegenheit haben wir ihnen heute geboten. Der spielerische Umgang mit Technik und Naturwissenschaft in diesem Alter bietet den Vorteil, dass sehr unbefangen mit den Themen umgegangen wird und sich der Spassfaktor später bei der Berufswahl positiv auswirken kann." Je nach Genauigkeit der Ergebnisse sammelten die Mädchen Punkte, die zu einem Gesamtergebnis addiert wurden. Den Teilnehmerinnen mit den meisten Punkten winkt ein Praktikum im Forschungszentrum Jülich.

Beeindruckt von der Vielfalt der Aufgaben und von dem Engagement des Forschungszentrums zeigte sich am zweiten Tag auch Kornelia Haugg, Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Bildung und Forschung und dort zuständig für "Berufliche Bildung" und "Lebenslanges Lernen". Sie besuchte den Mädchen-Technik-Tag in Begleitung des Stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Dr. Ulrich Krafft. Dabei ließ sie es sich nicht nehmen, selbst an einigen Stationen Hand anzulegen. Die Aufgaben bereiteten ihr sichtliches Vergnügen, und mit den Ergebnissen war sie sehr zufrieden.


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