Weitere Sparmaßnahmen

Musikschule muss weitere Kürzungen finanzieren
Von tee [11.05.2007, 08.56 Uhr]

Erneut werden die Preise für Instrumentalunterricht an der Jülicher Musikschule angehoben.

Erneut werden die Preise für Instrumentalunterricht an der Jülicher Musikschule angehoben.

Die Messlatte liegt bei 200.000 Euro. Soweit soll der Zuschuss für die Musikschule Jülich künftig sinken, bekräftigte Jülichs Dezernent Prömpers in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familie, Schule und Sport noch einmal die Vorgabe der Politiker zum Haushaltssicherungskonzept vor drei Jahren. Resignierend gegen Windmühlen kann da nur Gerold Krings antreten und dann auch noch gute Miene zum bösen Spiel machen.

Erneut wird der Leiter der Musikschule die Finanzierung möglich machen: Neben der halben Stelle als Verwaltungsmann wird Krings künftig seine Lehrtätigkeit wieder verstärken. Ausgestattet mit neuer Software und einem verpflichtenden Abbuchungsverfahren der Musikschüler wird die Bürokraft von 25 auf zwölf Stunden reduziert. In der Summe werden rund 17.000 Euro eingespart.

Zusätzlich werden die Eltern der Kinder und Jugendlichen für den Elementar- und Instrumentalunterricht tiefer in die Tasche greifen. Zwischen einem und drei Euro monatlich mehr werden fällig. Damit gehört nach Gerold Krings die Jülicher Musikschule in den Beiträgen regional zu den teuersten.

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Blasen Musikschüler in Jülich bald auf dem letzten Lock?

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Kritik war hörbar, als er mahnte, die Musikschule als kinder- und familienfreundliche Einrichtung zu betreiben. „Es gehört zu den öffentlichen Aufgaben, den Bereich Musikunterricht erschwinglich zu halten.“ Dennoch sah Krings keine andere Möglichkeit als durch eine Schulgelderhöhung, die Finanzierung der Einrichtung zu ermöglichen.

Emotional gestaltete sich die Auseinandersetzung der Ausschussmitglieder zum Thema. Konzepte für konkrete Maßnahmen forderte Helma Borowski (SPD) ein. Sie bemäkelte die inzwischen fünf Jahre alte Diskussion, den Arbeitskreis, der zwar Vorschläge entwickelte habe, aber seit 2004 nicht mehr getagt, geschweige denn die Ideen vorgetragen hätte. Wörtlich sagte sie, sie habe den Eindruck, „dass wir die Musikschule ausbluten.“


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