Thomas Rachel trägt die Patenschaft

Paul Liedgens geht von „Hawei“ in die USA
Von tee [23.04.2007, 15.50 Uhr]

Vom Gymnasium Haus Overbach (v.l.) schickt Schulleiter Heinz Lingen seinen Schüler Paul Liedgens unter der Patenschaft von Thomas Rachel (MdB) in die USA.

Vom Gymnasium Haus Overbach (v.l.) schickt Schulleiter Heinz Lingen seinen Schüler Paul Liedgens unter der Patenschaft von Thomas Rachel (MdB) in die USA.

Die roten Haare stehen strubbelig um ein sommersprossiges Gesicht, die Augen blitzen, ein Grinsen umspielt den Mund – der ganze Mensch signalisiert Aufbruchstimmung und gute Laune. Klare Vorstellungen hat Paul Liedgens aus Hasselsweiler: Den „American Way of Life“ will er studieren und natürlich perfekte Sprachkenntnisse erwerben. Der – noch – 15-jährige Schüler des Gymnasiums Haus Overbach ist das jüngste „Patenkind“ des Bundestagsabgeordneten Thomas Rachel. Der Dürener Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung nutzt jährlich die Möglichkeit über das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP) des Deutschen Bundestages einen Jugendlichen für ein Jahr lang in die USA zu schicken – das kann übrigens auch ein Auszubildender sein.

Erstmals aus dem Nordkreis kommt seit 1994 ein Jugendlicher in den Genuss der Patenschaft des Dürener MdB. Bislang mangelte es an Bewerbern, so die Auskunft. Erfreut und überrascht war Paul Liedgens von seiner Wahl, denn immerhin war er aus einem großen Kreis zur Erstauswahl der besten Zehn nach Köln eingeladen worden und hatte schließlich im persönlichen Gespräch mit Thomas Rachel auch die letzten drei Konkurrenten aus dem Rennen geworfen.

Das klingt kämpferischer als es war, denn eigentlich fand er – wie Paul in der Dankesmail in das Wahlkreisbüro nach Düren schrieb – auch die anderen Jugendlichen sehr nett. „Ich würde sie gerne alle schicken“, gibt Rachel zu, letztlich ist die Wahl auf Paul gefallen, weil er „hoch motiviert und durch seine Offenheit ein sehr guter Botschafter für den Kreis Düren und Deutschland ist.“

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Ein Jahr lang wird der Schüler der Klasse 10c des Gymnasiums Haus Overbach in den USA eine Highschool besuchen und anschließend den Sprung in die „12“ machen. Bei seinem Notenstand kein Problem, wie auch Heinz Lingen, Schulleiter von Overbach nickend bestätigt. Am Barmener Gymnasium wird Austausch groß geschrieben. Ausgesprochen positiv würden sich die Erfahrungen bemerkbar machen und der Entwicklungsschub sei unübersehbar. „Leistungsmotiviert kommen die Schüler zurück und das wirkt sich auch auf die anderen Schülern in Haus Overbach aus, etwa in den Lerngruppen“, berichtet Schulleiter Lingen von den Erfahrungen.

Ende Mai nimmt der Jugendliche an einem Vorbereitungsseminar teil. Los geht es im August – Paul hofft auf eine Gastfamilie an der Westküste, denn seine Freunde aus dem Tennisclub Grün Weiß aus „Hawei“ wollen ihn in den Weihnachtsferien besuchen und haben schon fest gebucht. Der Tennisschläger ist im Gepäck ein unbedingtes Muss, ebenso wie ein Foto seiner Eltern und der 13jährigen Schwester sowie der MP3-Player.

Zugesagt hat der Haweianer, nicht nur seinen Paten Thomas Rachel, sondern auch die Leser des JüLicht über seine Erfahrungen in Amerika auf dem Laufenden zu halten.


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