Gemeinschaftsprojekt Alt/Schlader

Zeit für „Zitadellenträumer“ in Jülicher Seniorenresidenz
Von Redaktion [19.04.2007, 15.10 Uhr]

Kunst-Einweihung in der Seniorenresidenz mit dem Künstler-Dzu (v.r.) Arnold Schlader und Otmar Alt.

Kunst-Einweihung in der Seniorenresidenz mit dem Künstler-Dzu (v.r.) Arnold Schlader und Otmar Alt.

Kunstgegenstände in einem Seniorenwohnsitz? Wer vermutet das schon? Nähert man sich jedoch der Albert-Eduard-Schröder-Seniorenresidenz, erblickt man sogleich den „Zitadellenträumer“ auf einer Pasqualini-Originalplatte. Es handelt sich um ein vierschichtiges Säulenkunstwerk mit Vogelkopf, ein Gemeinschaftsprojekt von Ottmar Alt und Arnold Schlader. Eine gewisse Ähnlichkeit mit einem indianischen Wappenpfahl kann die Kunstsäule nicht leugnen, die von Joseph Krott, Vorstandsmitglied der Wohnungsbaugenossenschaft (WoGe) zunächst irrtümlicherweise als „Zitadellenwächter“ bezeichnet worden war. Da der Sichtschutz der Schieß- und Sichtschneisen der gegenüberliegenden Zitadelle eine Änderung des Bauplanes zur Folge hatte, wäre auch diese Bezeichnung durchaus passend gewesen.

Seit der Einweihung der Seniorenresidenz im Dezember ist ein achtteiliges bildhaftes Glasfenster mit floralen Motiven von Ottmar Alt ebenfalls schon von außen zu erspähen. Im unteren Bereich des oberhalb des Eingangs befindlichen Fensters ist der Südturm der Zitadelle zu erkennen, daneben der Hexenturm, auf ihm sitzend ein Rabe. Darüber befindet sich der Regiosprinter, daneben die Sendemasten der Deutschen Welle.

In der oberen Hälfte ließ der vielseitige Künstler seiner Fantasie freien Lauf. Das gesamte Glasfenster ist von kräftigen Farbfeldern in präzisen Umrisslinien geprägt; Kunstfreunde fühlen sich unweigerlich an das Charakteristische der Pop Art erinnert. „Eine Landschaft, in der Sie drin herum spazieren können“(Ottmar Alt), zieht sich durch die gesamt Bilderwelt, belebt mit Konturen aus Flora und Fauna. Für die Bewohner der Seniorenresidenz sind die farbintensiven Fenster auch von den Fluren aus anschaubar und ertastbar.

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Zwölf Jülicher (Hobby)künstler haben insgesamt 22 weitere Kunstwerke gestiftet, die in den Fluren des gesamten Gebäudes betrachtet werden dürfen. Hier sind wiederum kreative Ergebnisse aus Ottmar Alts Schaffen zu finden: Eine Reihe aus seinem bekannten Bilderzyklus. Etwa gleich viele Bilder, hauptsächlich Stilleben, entstammen der künstlerischen Hand Hans Laufs'. Zur Kunstgalerie zählen zudem Zeichnungen mit Alt-Jülich-Motiven, Fotografien aus Irland, Acryl- und Ölgemälde sowie abstrakte Bilder.

Ein großes Gemälde mit der beleuchteten Zitadelle als Motiv von Ig nazio Valerio lässt den Eingangsbereich förmlich erstrahlen. Hier posiert auch der Namensträger der Albert-Eduard-Schröder-Seniorenresidenz – als tönerne Skulptur mit Dackel. Erwähnenswert sind außerdem die im Außenbereich ruhenden Findlinge der RWE Power AG. Die nähere Erkundung des Terrains mit dem wachen Auge des Kunstinteressierten ist zu empfehlen.


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