Angebot der Evangelischen Erwachsenenbildung des Kirchenkreises Jülich

Kulturführerschein bringt in Jülich Generationen in Fahrt
Von Arne Schenk [22.03.2007, 07.54 Uhr]

Wie beim Kunstwerk von Jems R. Koko Bi (Elfenbeinküste) „Kommunikation des Gegenübers mit notwendigem Abstand“ möchte Elke Bennetreu beim Seminar „Kulturfahrschein“ die Distanz zum Werk durchbrechen, um zu hören, was es dem Betrachter zu sagen hat.

Wie beim Kunstwerk von Jems R. Koko Bi (Elfenbeinküste) „Kommunikation des Gegenübers mit notwendigem Abstand“ möchte Elke Bennetreu beim Seminar „Kulturfahrschein“ die Distanz zum Werk durchbrechen, um zu hören, was es dem Betrachter zu sagen hat.

Mit einem Bleistift Münzen gleichmäßig auf einem Papier durchreiben, so dass sich die Form durchdrückt und als Bild erkennbar wird, diese Technik kennt jedes Kind. Der Künstler Max Ernst hat dieses Prinzip auch mit anderen Stoffen wie Holz oder Stein angewendet und dafür den Begriff „Frottage“ geprägt. Wer dies weiß und schon selbst praktiziert hat, besitzt bereits den Zugang zu einer Arbeitsweise des deutschen Künstlers und kann bei einem Besuch des Max Ernst Museums in Brühl mit dortigen Spezialisten fachsimpeln.

Diese Methode des Lernens durch eigenes Erfahren möchte das einjährige Studienseminar „Kulturführerschein“ der Evangelischen Erwachsenenbildung des Kirchenkreises Jülich vermitteln, das einmal im Monat freitags von 14 bis 18.30 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Jülich, Düsseldorfer Straße 30, über die Bühne geht. Die Reihe beginnt mit einer unverbindlichen Infoveranstaltung am 30. März, weitere Termine folgen am 13. April, 25. Mai und 15. Juni.

Doch es soll nicht beim Lernen bleiben, denn die Teilnehmer sollen im Anschluss selber ihre erworbenen Kenntnisse beispielsweise in Kindergärten an die nächste oder übernächste Generation weitertragen. Dazu gehören auch das Erzählen und Vorlesen von Geschichten, so dass sich die Kinder intensiv mit der verschiedenen Sparten der klassischen Kultur von Bildnerischer Kunst über Literatur, Film, Theater, Musik bis hin zur Fotografie beschäftigen.

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Ein Schwerpunkt dabei sind Sprache und Umgang mit anderen Generationen: „Wir bekommen zunehmend von Erzieherinnen berichtet, dass der Umgang mit Sprache nicht mehr genügend gepflegt wird“, erzählt Elke Bennetreu, Leiterin der Evangelischen Erwachsenenbildung. Deshalb sind interessierte und engagierte Frauen und Männer angesprochen, die sich dieser anspruchvollen Aufgabe widmen wollen.

Natürlich muss jeder, der Kultur vermitteln will, selber einen intensiven Blick darauf werfen, Deshalb sind Exkursionen zu Kulturstätten wie Schauspielhäuser oder Museen ein Baustein des Seminars. Um seine eigene Sichtweise zu erweitern, dazu gehört aber auch, „sich selbst immer wieder einzuladen und nicht stehen zu bleiben“, erläutert Elke Bennetreu, die gemeinsam mit Margret Hanuschkin und Hildegard Mischke den Kulturführerschein leitet. Dazu gehöre eben auch, den Kulturbegriff selbst zu erläutern: Was ist eigentlich Kultur?

Auskunft und Anmeldung bei der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Jülich, Peter-Beier-Haus, Aachener Straße 13a, Tel. 02461/99660, E-Mail eeb@kkrjuelich.de.


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