Schweres Gerät Huckepack

Zeppelin NT absolviert Testflüge mit Jülicher Messgeräten
Von Redaktion [14.03.2007, 18.20 Uhr]

Wissenschaftler vom Forschungszentrum Jülich werden im Juli 2007 erstmals die Atmosphäre von Bord eines Zeppelin NT erforschen. Seine ersten Testflüge mit schwerem Messgerät hat der Zeppelin jetzt erfolgreich über Friedrichshafen am Bodensee gemeistert.

Für das Klimaforschungsprojekt wurde der Zeppelin NT mit einer Topplattform ausgestattet, auf der die umfangreichen Messinstrumente montiert sind. Insgesamt hatte das Luftschiff bei den Testflügen Messgeräte mit einem Gewicht von 600 Kilogramm zusätzlich zu tragen.

Der Zeppelin NT eröffnet den Jülicher Forschern vom „Institut für Chemie und Dynamik der Geosphäre“ den Zugang zu Regionen, in denen bislang keine atmosphärisch-chemischen Messungen mit komplexer Nutzlast durchgeführt werden konnten. Mit dem Luftschiff können die Jülicher Wissenschaftler nun Prozesse in Höhen bis zu 1000 Metern erforschen. Diese Höhenregion zeichnet sich durch einen starken Spurengasgradienten aus.

Werbung

Die lange Flugdauer des Zeppelins bis zu 24 Stunden und die einzigartigen Flugeigenschaften, wie das Schweben und Anhalten in der Luft, ermöglichen Messungen, die von einem Flugzeug aus nicht erfüllt werden können.Zehn Tage lang werden die Forscher im Sommer über Süddeutschland in der chemisch sehr aktiven planetarischen Grenzschicht die Konzentrationen von Spurengasen und so genannter Hydroxylradikale erfassen, dem „Waschmittel“ der Atmosphäre. Es baut die meisten Luft verschmutzenden Schadstoffe in der unteren Schicht der Atmosphäre ab. Die Forschungen sind in das Projekt "Transporte und chemische Umsetzungen in konvektiven Systemen" (TRACKS) der Deutschen Helmholtzgemeinschaft (HGF) eingebunden.


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Freiflug über die "Sophie"
Der Barmener Olaf Kiel ist begeisterter Pilot von Multi- und Quadrokoptern, landläufig auch als Drohnen bekannt. Zwei bis dreimal in der Woche startet er in die Jülicher Börde mit seinem großen Koffer im Gepäck. Gut geschützt liegt darin die in Einzelteile zerlegte Flugmaschine, denn erst vor Ort werden die Rotoren angeschraubt und die Kamera in die Lagerung, die so genannte Gimbal, eingehängt.  [08.04.2017, 07.42 Uhr]  >>

Rundum

Kreatives Lösungsmodell im Aldenhovener KIM-Prozess [09.04.2017, 14.00 Uhr]  >>
Düren: Den Umgang mit Demenz lernen [09.04.2017, 13.51 Uhr]  >>

Vereine

Lebendiges Geschichtsgedächtnis [09.04.2017, 14.51 Uhr]  >>
Bestehen unter des Meisters Augen [09.04.2017, 13.19 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung