Fachhochschule und Forschungszentrum schlossen Vertrag

Jülicher Kopperation bildet neue Spezialisten in Praxis und Theorie
Von Arne Schenk [26.02.2007, 17.34 Uhr]

Den Kooperationsvertrag für eine bundesweit einmalige Ausbildung unterzeichneten Prof. Dr. Thomas Lippert und Prof. Dr. Angelika Merschenz-Quack (vorn) sowie Prof. Dr. Ulrich Krafft (hinten l.) und Reiner Smeetz.

Den Kooperationsvertrag für eine bundesweit einmalige Ausbildung unterzeichneten Prof. Dr. Thomas Lippert und Prof. Dr. Angelika Merschenz-Quack (vorn) sowie Prof. Dr. Ulrich Krafft (hinten l.) und Reiner Smeetz.

„Hochtechnologie ist mathematische Technologie!“ Diese Standortbestimmung der National Academy of Science der USA prangte als Leitmotiv in der Rotunde des Zentralinstituts für Angewandte Mathematik des Jülicher Forschungszentrums. Schließlich galt es am Montag, 26. Februar, den Mathematisch-Technischen Assistenten (MaTA) mit dem Bachelor „Scientific Programming“ und dem Master „Technomathematik“ als bundesweit einmalige Ausbildung zusammenzuführen.

Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages verpflichteten sich Forschungszentrum und Fachhochschule zur Zusammenarbeit in der Lehre. Für das FZJ unterschrieben der stellvertretender Vorstandsvorsitzende Dr. Ulrich Krafft und der Direktor des Zentralinstituts für Angewandte Mathematik (ZAM) Prof. Dr. Dr. Thomas Lippert; für die FH Aachen Kanzler Reiner Smeetz und Prof. Dr. Angelika Merschenz-Quack, Dekanin des Fachbereichs Angewandte Naturwissenschaft und Technik des Campus Jülich.

Seit 1964 besteht die MaTA-Ausbildung bereits am Forschungszentrum. 1998 startete die Kooperation mit der FH in diesem Bereich mit dem Ausbildung begleitenden Diplomstudiengang „Technomathematik“. Nun gehe mit dem Diplom „eine sehr erfolgreiche Ära zu Ende“, resümierte Ausbildungsleiter Prof. Dr. Paul Jansen ohne Wehmut, denn abgelöst wird es durch die neuen, international anerkannten Abschlüsse „Bachelor of Science“ und „Master of Science“. Damit soll das Erfolgsrezept mit ausgesuchten Studenten und hoch motivierten Ausbildern und hervorragenden Abschlüssen für ähnliche Furore im In- und Ausland führen.

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Nur die wenigsten Absolventen bleiben im FZJ. Bis ins Ausland zieht es die qualifizierten Fachkräfte hernach. Mit dem neuen Angebot werden die Chancen der jährlich etwa 30 Auszubildenden sogar noch verbessert. So bietet sich ihnen nicht nur die Möglichkeit, innerhalb von drei Jahren nicht nur eine qualifizierte Berufsausbildung anzustreben, sondern auch den akademischen Grad des Bachelor abzulegen. Darüber hinaus besteht seit der Unterzeichnung sogar die Chance, einen Master zu erlangen, wie auch Prof. Dr. Volker Sander vom Campus Jülich bestätigte.

Das dreijährige Bachelor-Studium hat im Wintersemester 2005/2006 begonnen und soll die Studierenden für die Entwicklung anspruchsvoller Software im technisch-wissenschaftlichen Bereich qualifizieren. Das darauf aufbauende Master-Studium dauert zwei Jahre und hat als Studienziel die selbstständige mathematische Modellbildung und Simulation naturwissenschaftlicher und technischer Vorgänge. Die ersten Master-Studenten werden voraussichtlich das Studium im Wintersemester 2007/08 aufnehmen.


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