Vortrag von Prof. Dr. Robert Huber

Nobelpreisträger als Referent im Jülicher Forschungszentrum
Von Redaktion [23.02.2007, 16.54 Uhr]

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Robert Huber ist Director emeritus des Max-Planck-Instituts für Biochemie in Martinsried. Er erhielt 1988 den Nobelpreis für Chemie. Er klärte in der gewürdigten Arbeit die dreidimensionale Struktur des Reaktionszentrums der Photosynthese auf und erklärte damit einen Aspekt der Energiegewinnung in Pflanzen und Bakterien durch Sonnenlicht. Im Jülicher Forschungszentrum referiert Prof. Huber am Mittwoch, 28. Februar, ab 14 Uhr im Großen Hörsaal.

Prof. Huber hält seinen Vortrag im Rahmen eines Kolloquiums des neu gegründeten DFG-Graduiertenkollegs für Enzymforschung BioNoCo, in dem rund 30 Wissenschaftler aus dem Forschungszentrum Jülich, der RWTH Aachen und der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf arbeiten. Das Thema lautet: Proteins and their structures in basic science and application. Enzyme sind spezielle Proteine, die in Zellen chemische Reaktionen beschleunigen. Auf diese Weise entstehen viele lebenswichtige Stoffe im Körper. Aber auch in der Industrie sind Enzyme wichtig, weil sie als Katalysatoren chemische Reaktionen unter moderaten Bedingungen ermöglichen, die ansonsten hohe Temperaturen oder Drücke benötigen.

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BioNoCo (BIOcatalysis using NOn-COnventional media) erforscht das Verhalten von Enzymen in speziellen, nicht-wässrigen Lösungen. Dadurch werden viele neue Reaktionen und Mechanismen möglich. Die Grundlagenforschung von BioNoCo wird das Forschungsfeld erstmals systematisch erschließen und die Parameter und Faktoren von Enzymreaktionen in speziellen Medien bestimmen. Ein langfristiges Ziel ist es, weitere Anwendungsgebiete für Enzyme in der Industrie und Medizin zu erschließen.


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