Fünf Jahre lang mindestens 250 000 Euro jährlich

Helmholtz-Förderung für Dr. Maarten Rolf Wegewijs
Von Redaktion [19.01.2007, 08.51 Uhr]

Dr. Maarten Rolf Wegewijs aus Aachen kann bald seine wissenschaftliche Karriere im Forschungszentrum Jülich durchstarten: Als Leiter einer Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppe wird er über einen Zeitraum von fünf Jahren jährlich mindestens 250 000 Euro erhalten, um seine Forschungsprojekte zum Erfolg zu führen.
Dr. Wegewijs hat sich - wie 18 weitere junge Wissenschaftler - in einem mehrstufigen Wettbewerb mit externen Fachbegutachtungen und Präsentationen vor einer interdisziplinären Jury durchgesetzt. Nach drei bis vier Jahren wird er einer Zwischenprüfung unterzogen. Fällt diese positiv aus, kann ihm als Gruppenleiter ein unbefristetes Arbeitsverhältnis angeboten werden.

Dr. Wegewijs’ Gruppe im Jülicher Institut für Festkörperforschung wird sich mit Quanteneffekten von Molekülen auf Oberflächen befassen und dazu Methoden der theoretischen Physik nutzen. Forschungsobjekt sind Einzel-Moleküle, zum Beispiel metall-organische Komplexe, die wie winzige Elektronik-Bauteile wirken können. Auf elektrischen Strom reagieren diese Moleküle mit eigenartigen Schwingungen und mit Änderungen ihres magnetischen Verhaltens. Ein besseres Verständnis dieser Effekte könnte eine Vielzahl von neuartigen technischen Anwendungen, etwa in der Sensorik, der Kommunikationstechnik oder der Nanochemie, ermöglichen. Die Gruppe von Dr. Wegewijs, der zurzeit noch an der RWTH Aachen beschäftigt ist, wird eng mit der dortigen Gruppe von Prof. Dr. Herbert Schoeller arbeiten.

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Die Helmholtz-Gemeinschaft bietet jungen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern eine attraktive Karriereperspektive: frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit, sehr gute Arbeitsbedingungen und die Möglichkeit einer Festanstellung. Insgesamt fördert die Helmholtz-Gemeinschaft bereits 70 solcher Nachwuchsgruppen; in den nächsten Jahren wird diese Zahl auf 100 gesteigert.

Die Kosten für die Nachwuchsgruppe von Dr. Wegewijs werden zur Hälfte aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds des Helmholtz-Präsidenten gedeckt, zur anderen Hälfte vom Forschungszentrum Jülich getragen. Damit kann Dr. Wegewijs neben seiner eigenen Stelle noch etwa drei Mitarbeiter sowie Investitionen finanzieren und seine eigenen Forschungsideen verfolgen.


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