„Crossing the Border“

Jülicher Jung-Filmemacher als Grenzgänzer
Von Daniel Staemmler [09.01.2007, 14.38 Uhr]

Gespannte Erwartung bei der ersten Vorführung des Films "Crossing the Border".

Gespannte Erwartung bei der ersten Vorführung des Films "Crossing the Border".

Der Skaterfilm „Crossing The Border“ feierte jetzt im Jülicher Kulturbahnhof seine Premiere. Schon um 19.30 Uhr öffnete der Kinosaal zu diesem exklusiven Anlass seine Pforten und kaum eine halbe Stunde später war die erste Vorstellung schon ausverkauft, so dass spontan eine zweite Aufführung eingeplant wurde. Insgesamt wurden an diesem Abend etwa 240, meist jugendliche, Zuschauer gezählt, die sich das Spektakel auf allen zugänglichen Sitz- und Stehplätzen anschauten.

Bei „Crossing The Border“ handelt es sich um eine Kombination aus Skatefilm und Komödie, wie die beiden „Macher“ Oliver Mohr, 17 Jahre, und Tristan Pionke, 19 Jahre, erklärten. Die Idee zur Produktion eines solchen Films kam ihnen im letzten Frühling bei einem Besuch der Skaterbahn im Jülicher Brückenkopfpark. Doch ein simpler Skatefilm mit aneinander gereihten Trickszenen erschien den beiden Amateurfilmern, die sich bei den Arbeiten zum preisgekrönten Filmprojekt „Perceptional“ kennenlernten, zu simpel und so suchten sie sich freiwillige Darsteller aus der Skaterszene Jülichs, sammelten verschiedene Drehorte und erstellten somit ein komplettes Storyboard.

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Die Jülicher Jung-Filmemacher Oliver Mohr und Tristan Pionke präsentieren ihren Erstling.

Die Jülicher Jung-Filmemacher Oliver Mohr und Tristan Pionke präsentieren ihren Erstling.

Die daraus entstandene Geschichte baut auf einen mysteriösen Wettbewerb mit einem, von dem geheimnisvollen „Jack L. Cross“ (Daniel Dohmen) in Aussicht gestellten, Preis auf. So ist es Aufgabe der Skater mithilfe verschiedener Hinweisfotos ganz nach dem Motto des Films „die Grenzen im Kopf“ zu überwinden. Dass sie und auch das Publikum am Ende des Films eine Grenze überwindet, stellt die Pointe des Movie dar.

Dieses Projekt verwirklichten Mohr und Pionke mit den Jülicher Skatern Philip Perez, Bernd Abels, Jan Koch, Felix Althaus, Mark Hartmann, Tobias Offermanns, Oliver Stein und Andreas Hermsdorf in zwei Wochen während des heißen Sommers 2006. Danach ging es für den Streifen mehrere Monate lang auf den virtuellen Schneidetisch. Am Ende ist dabei ein rasanter Film entstanden, der gerade mit seiner aufwendigen Schnitttechnik, passend gesetzten Kontrasten, anspruchsvollen Kameraeinstellungen und einem gut auf das Bild abgestimmten Soundtrack, bei dem viele Jülicher Bands, wie Poppycock, The Riots und Tanzmob 2000, mitwirkten, beeindruckt. Beeindruckend ist dies gerade dadurch, dass Mohr und Pionke kein Budget zur Verfügung hatten und es trotz dieser Tatsache schaffen eine perfekte Reflektion der lokalen Jugendkultur abzuliefern.

Innerhalb der nächsten Wochen erscheint eine DVD mit zusätzlichem Making Of und einem Musikvideo von Poppycock für voraussichtlich 4 Euro. Diese wird es auf der Webseite des Films zu bestellen geben. Ebenso ist eine weitere Vorführung für Anfang Februar im Bonhoefferhaus geplant.


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