Eine Komödie fast ohne Frauen

Jülicher KuBa wird zum „Männerhort“
Von Redaktion [08.01.2007, 09.24 Uhr]

Das Stück "Männerhort" wird im Jülicher Kulturbahnhof gespielt

Das Stück "Männerhort" wird im Jülicher Kulturbahnhof gespielt

Kristof Magnussons „Männerhort“ ist nicht sonderlich gemütlich. Der karge Kellerraum befindet sich im Untergeschoss des „Happy Centers“, einer Shopping-Mall. Jeden Samstagnachmittag treffen sich hier der Informatiker Eroll, die „Führungskraft“ Lars und der Pilot Helmut. Es ist der Rückzugsraum, an dem sie sich den Frust über ihre Frauen und deren Einkaufswahn von der Seele reden und sich ihren Lieblingsbeschäftigungen hingeben: Fachsimpeln über Fußball und Werkzeuge, Pizza essen, Bier trinken. Bereits am Freitag, 12. Januar, können Gäste im Jülicher Kulturbahnhof den „Männerhort“ besuchen, wenn er von der Aachener Laienspielgruppe „Blackout Theater“ auf die Bühne gestellt wird. Diese „Komödie fast ohne Frauen“, wie es im Pressetext heißt, ist ab 20 Uhr zu sehen.

In das weiberlosen Idylle werden die drei Protagonisten von Mario, dem Sicherheitsbeauftragten des Centers, überrascht. Erst will Mario den „Männerhort“ räumen, doch schnell integrieren ihn die anderen in ihre Expertenrunde. Frauen treten in dem Stück nicht auf, sind aber trotzdem präsent, denn natürlich reden die Kerle im Keller ununterbrochen über Anne, Alexis, Connie und Marion ...

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„Männerhort“ ist das dritte Stück des jungen Hamburger Autors Kristof Magnusson (Jahrgang 1976). Uraufgeführt wurde es Ende 2003 am Schauspiel Bonn.

Kristof Magnusson wurde am 4. März 1976 in Hamburg geboren, sein Vater ist Isländer, seine Mutter Deutsche. Nach dem Abitur, einer Ausbildung zum Kirchenmusiker und dem Zivildienst in einem Obdachlosenasyl in New York besuchte er ab 1998 das Deutsche Literaturinstitut Leipzig, unterbrochen von einem Studium der isländischen Literatur in Reykjavik. Nach den Theaterstücken "Der totale Kick" (Uraufführung im 2001 im Schlosstheater Dresden) und "Männerhort" (Uraufführung 2003 am Schauspiel Bonn) erschien im Sommer 2005 sein Romandebüt "Zuhause" im Münchner Verlag Antje Kunstmann. Kristof Magnusson lebt als Autor und Übersetzer in Berlin-Kreuzberg.


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