Basar im Alten Rathaus

Jülich: Terre des Hommes für Kolumbien
Von Redaktion [16.11.2006, 10.24 Uhr]

Im letzten Jahr waren es die Menschen in Guatemala, auf deren Hilferuf die Jülicher terre des hommes - Gruppe reagierte. Dort jagte ein Hurrikan den nächsten. Verheerende Überschwemmungen und Erdrutsche waren die Folgen. Über 2000 Menschen kamen ums Leben. Mit dem Basarerlös konnten Hilfsprojekte im Katastrophengebiet finanziert werden.

Diesmal haben die Jülicher Vertreter von terre des hommes eine andere Menschengruppe im Blick: es sind vertriebene Inlandflüchtlinge in Kolumbien.
„Für sie“ veranstaltet der Jülicher Verein von Freitag, 24., bis Sonntag, 26. November, seinen Weihnachtsbasar im Alten Rathaus von Jülich.

Kolumbien ist eines der gewalttätigsten Länder der Erde. Eine der wesentlichen Ursachen ist die große Ungleichheit bei der Landverteilung. Etwa 0,4 Prozent der Landbesitzer verfügen über 61,2 Prozent der Flächen. Viele Menschen leben dadurch im wirtschaftlichen Abseits. Eine Agrarreform, die ihre Lebenssituation ändern könnte, wird von einer mächtigen Clique aus Großgrundbesitzern, Regierungsvertretern und den Paramilitärs verhindert. Hinzu kommt der Einfluss der in Kolumbien tätigen Drogenmafia, deren korrupte Strukturen bis in den Staatsapparat reichen. Kaum vorstellbar sind die Lebensverhältnisse in den Konfliktzonen Kolumbiens. Täglich werden Menschen verschleppt, gefoltert und ermordet.

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Gewerkschaftler, Journalisten, Richter und Anwälte, die Menschenrechtsverletzungen anprangern, Gemeindesprecher, Angehörige indigener Gemeinschaften, Afro-Kolumbianer und Binnenflüchtlinge, sie alle stehen in ständiger Lebensgefahr. Diese Menschen sind die Partner von terre des hommes.

In Altos de Cazucá am Rande von Bogota ist es die Fundación Fedes. Sie leistet humanitäre Betreuung, psychologische, rechtliche und soziale Hilfe und betreibt einen Gesundheitsdienst. Mit dem Basarerlös wollen die Jülicher diese Hilfsmaßnahmen unterstützen.

In 49 Ländern gibt es 25 Millionen Opfer von Vertreibung. In Kolumbien sind es drei Millionen. Kinder werden nicht verschont.

Im Foyer des Alten Rathauses zeigen die Jülicher Mitarbeiter von terre des hommes in einer Ausstellung die Situation der von der eigenen Regierung und der internationalen Öffentlichkeit im Stich gelassenen so genannten intern Vertriebenen verschiedener Länder. Es sind Momentaufnahmen von Menschen, die zwischen die Fronten gerieten, vor dem Krieg flüchteten. Es sind Menschen, die keine Möglichkeit hatten über die Grenzen in ein sicheres Land zu fliehen, die Schutz in Lagern, in den Slums der Großstädte oder in den Wäldern suchen. Der Verbesserung ihrer Lebenssituation dient die Arbeit von terre des hommes.

Öffnungszeiten:
Freitag, 24. November von 15 bis 18 Uhr
Samstag, 25. November von 9 bis 18 Uhr
Sonntag, 26. November von 11 bis 18 Uhr


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