Lesung mit Paul Maar

Jülicher Kinder auf Tuchfühlung mit Sams-Autor
Von tee [08.11.2006, 07.43 Uhr]

Sechs Meter Buchtitel und ein Autor… Paul Maar.

Sechs Meter Buchtitel und ein Autor… Paul Maar.

Sechs Meter Papier, dicht an dicht mit Buch-Titeln gefüllt halten Eva Behrens-Hommel und Katja Dahmen von der Buchhandlung Fischer in die Höhe. Über 200 Kinder staunen. Die Bücher stammen alle von einem einzigen Autoren: Paul Maar. Der Kinderbuchautor und Zeichner machte auf Einladung der Jülicher Buchhandlung einer Lesereise Station im Schulzentrum an der Linnicher Straße. „Neues von Herrn Bello“ hatte er mitgebracht, aber eben auch seinen Zeichenstift.

Launig und mit charmant fränkischem Akzent erzählt er davon, dass er seine Figuren alle selbst entwerfe, am liebsten Tiere zeichne und packt gleich anschließend zwei Ratespiel aus. Welches Wort verbirgt sich wohl hinter „Pilz-Auto-Uhr-Löwe“? Klar, der „Paul“. Pfiffig und schnell macht das Publikum, das überwiegend aus Grundschüler besteht, mit und ernten viel Lob vom Autoren. Ebenfalls gut schneiden die Kinder beim Zeichenspaß à-la -Dalli-Klick ab: Paul Maar zeichnet immer ein Bild immer nur ein Stück weiter und bei jedem Absetzen des Stiftes hat das Auditorium die Möglichkeit, zu raten. „Ich freue mich über jede falsche Antwort“, uzt Paul Maar und schien tatsächlich vom Jülicher Kinderpublikum überrumpelt: „So schnell hat das sonst noch keiner geraten“ meinte Maar und es klang überzeugend.

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Ebenso schnell mit dem Zeichenstift, wie mit der "Feder": Paul Maar entwirft seine Figuren alle selbst.

Ebenso schnell mit dem Zeichenstift, wie mit der "Feder": Paul Maar entwirft seine Figuren alle selbst.

Tatsächlich war die Lesung eher eine Rundum-Ein-Mann-Show für die Leseanfänger. Ein herrliches Erlebnis mit einem Autoren auf Tuchfühlung gehen zu können, der weltweit bekannt ist – seine Bücher sind in viele Sprachen übersetzt, so auch ins ukrainische oder finnische – und doch so kindernah geblieben ist.

Fast zu wenig Zeit zum Vorlesen bleibt Paul Maar, schafft aber doch noch einen Auszug aus „Herrn Bello und das blaue Wunder“ vorzutragen – „für all die, die Herrn Bello noch nicht kennen“ – und dem zweiten Buch, dass in diesem Herbst von ihm herausgekommen ist. Allerdings ist Paul Maar hier der Herausgeber: Eine Sammlung von Kinderschichten aus aller Welt hat er zusammengetragen, die 400 Seiten umfasst. Einige davon – unter anderem Kirsten Boies Geschichte „Lisa soll auf den Topf“ – bekamen die Kinder zu hören.

Die Stunde schnellte vorbei. Bis auf wenige Ausnahmen gebannt gespannt getragen von den jungen Fans von Paul Maar. Ihnen stellte sich der Sams-Autor zur Autogrammstunde zur Verfügung – mit Bello-Stempel. Normalerweise, so erklärte der schreibende Zeichner, würde er jedem Kind eine besondere Zeichnung machen, aber bei der Menge Kinder sei es nicht möglich… außer manchmal. Die neunjährige Lena hat jetzt einen Schatz zu hüten. Weil sie Paul Maars Lieblingsbuch zum signieren mitgebracht hatte, gab es eine Extrazeichnung.


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