Absolventenfeier

Studenten als bestes Marketing für Fachhochschule in Jülich
Von Arne Schenk [30.10.2006, 11.48 Uhr]

So umfangreich aber auch so interessant war es, wie Reinhard Odoj Risiken Chancen beim Umgang mit Kernenergie zur Absolventenfeier vermittelte.

So umfangreich aber auch so interessant war es, wie Reinhard Odoj Risiken Chancen beim Umgang mit Kernenergie zur Absolventenfeier vermittelte.

„Das beste Marketing können Sie, liebe Studentinnen und Studenten, für uns machen“, betonte Prof. Dr. Manfred Schulte-Zurhausen, Rektor der FH Aachen, bei der Verabschiedung der Absolventen im Standort Jülich. Denn neben Studienangebot und –bedingungen sei das Marketing die dritte Stellschraube, an der die Hochschule „intensiv justieren“ müsse, um sich angesichts der geringen Anzahl an Studienanfängern eine bessere Ausgangsposition zu verschaffen.

Für ihn zählten jedoch die Bemühungen, dem Standort durch entsprechende Studiengänge internationales und multikulturelles Profil zu geben, nicht zu dem Kerngeschäft. Vielmehr setze er auf eine Profilierung durch eine noch engere Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum der Herzogstadt. Dadurch könne eine Alleinstellung erreicht werden, die wiederum die Attraktivität des Studienortes steigerten. So befinde sich die FH gerade im Bereich der Forschung „auf Augenhöhe mit den Universitäten“, besonders forschungsstark vor allem die Jülicher siehe die Kompetenzplattformen Energie und Umwelt sowie Bioengineering.

Auf diese Kompetenzen sollte sich die Hochschule konzentrieren und die Kooperation mit dem FZJ weiter ausbauen. So soll der Bereich Kerntechnik erhalten bleiben und auch im geplanten Neubau die Labors trotz teurer Geräte wieder eingerichtet werden. Dass sich in diesem Bereich etliches bewegt, untermauerte Festredner Prof. Dr. Reinhard Odoj vom Forschungszentrum. In Zeiten hoher Energiekosten müsste die Kernenergie eine Rolle spielen, allerdings müsse sie auch sicherer werden. In seiner Rede, die vom Inhalt wie auch vom Umfang her Vorlesungsdimensionen erfüllte, eröffnete er Möglichkeiten, wie in Zukunft mit Hilfe der Kernphysik Energie, gewonnen werden könnte, wobei die Themen „Spallationsquelle“, Wiederaufbereitung und Entsorgung eine große Rolle spielen.

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Die Absolventen des Standorts Jülich der Fachhochschule Aachen präsentieren sich im Auditorium des Campus Jülich.

Die Absolventen des Standorts Jülich der Fachhochschule Aachen präsentieren sich im Auditorium des Campus Jülich.

Zu reichlich fortgeschrittener Zeit mahnte Dekanin Prof. Dr. Angelika Merschenz-Quack mit einem Sekt den Festredner daran, eine Ende zu finden. Dass ihr eigene Studienzeit „superschnell vergangen“ sei und an die familiäre Atmosphäre der FH erinnerte sich die frisch gebackene Diplom-Ingenieurin Frauke Schmidt, die ebenso wie Mitabsolvent René Spiertz noch einmal das Studium kurz Revue passieren ließen.

Die DECHEMA-Preise der Max-Buchner-Forschungsstiftung heimsten Karina Müller und Nadine Haupt für ihre Diplom-Arbeiten ein. Während Karina Müller ihre von Prof. Dr. Beate Lassonczyk betreute Arbeit am Institut für Hygiene und Umweltmedizin des Universitätsklinikums der RWTH Aachen vollendete, ging Nadine Haupts Abschlussarbeit aus einem Projekt beim Berufsgenossenschaftlichen Institut für Arbeitsschutz BGIA in St. Augustin hervor. Für diese von Dr. Anne Berns vom FZJ und Prof. Dr. Gereon Elbers betreute Werk konnte sie zudem den Bob-Bentley-Award der International Society for Respiratory Protection ISRP in Toronto entgegen nehmen.

„Ich hoffe, dass Sie mit einer gewissen Zuneigung, zumindest mit einem guten Gefühl Ihre Ausbildungsstätte und die Stadt verlassen“, erklärte Jülichs Stellvertretender Bürgermeister Wolfgang Gunia. Solche Abschiedsworte hat Erstsemester Marie-Christine Welschhoff noch vor sich. Dennoch hatte sie erheblichen Anteil an der Absolventenfeier, sorgte die Pianistin unter anderem mit eine „Romanze“ von Tschaikowsky am Klavier im Auftrag des FH-Vereins „Action & Art Jülich“ für die musikalische Atmosphäre.


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