Bedarf bis 17. November melden

KGS plant in Jülich vierte Ganztagsgrundschule
Von Dorothée Schenk [31.10.2006, 11.12 Uhr]

Die Katholische Grundschule Jülich (KGS) wird nachrüsten. Nachdem zwei Eltern-Abfragen negativ ausgefallen waren, entschied angesichts der drohenden Schließung der Horte die KGS wie alle übrigen Grundschulen Jülichs eine offene Ganztagsgrundschule (OGS) anzubieten. An einem Informationsabend stellte die KGS das Projekt rund 25 interessierten Eltern vor. Nach der Einführung durch Schulleiter Fred Reinartz und den dargestellten sachlichen Hintergründen durch Schuldezernent Andreas Prömpers präsentierte Margret Sieben, Beratungslehrerin des Regierungspräsidenten, das Projekt inhaltlich.

Sie berichtete von durchweg positiven Erfahrungen im Kreis Düren und lobte die positiven pädagogischen Aspekte der Einrichtung: Schulnähe, Lernkontrolle und ein familiäres Umfeld, das den Kindern geboten werde. Lob erntete die Stadt Jülich, die gemeinsam mit den Betreibern offener Ganztagsgrundschulen den Austausch am runden Tisch pflege und Problemlösungen – etwa zur Ferienbetreuung – gemeinsam angehe.

Diese Darstellung konnte allerdings die Kritikpunkte der Eltern nur bedingt ausräumen. Zwar hatte Margret Sieben erklärt, dass die Schulen sehr wohl flexibel in der Nachmittagsbetreuung etwa bei Sport- oder Musikunterricht agieren könne, dennoch ist gerade die festgelegte Anwesenheitspflicht oft ein Hinderungsgrund für eine Anmeldung. Hier sind die Horte eindeutig im Vorteil.

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Bemängelt wurde auf der anderen Seite die zu kurz gefasste Betreuungszeit: Während Horte teilweise bis 17.30 Uhr eine Unterbringung der Kinder ermöglichen, ist die gesetzlich vorgegebene Mindestöffnungszeit bei der OGS bis 15 Uhr angegeben. Erweiterte Öffnungszeiten bis 16 Uhr helfen berufstätigen Eltern nur wenig. Auf Nachfrage erklärte Fred Reinartz, dass eine Ausdehnung der Betreuungszeit möglich sei, dann aber steigen die Beiträge, die üblicherweise zwischen rund 40 und 140 Euro liegen. Bleibt für Eltern das Problem des Transports, denn selbstverständlich fährt nach Unterrichtsschluss kein Schulbus mehr – schon gar nicht in den Schulferien.

Ungeklärt ist schließlich die personelle Ausstattung. Verpflichtend ist pro Gruppe von 25 Kindern eine pädagogische Fachkraft mit 20 Stunden-Kontingent. Bewilligt sind zusätzlich 0,3 Lehrerstunden in der Woche für den Nachmittagsbereich für Förderunterricht. Hinterfragt wurde aus der Elternschaft, wie eine Mittagsbetreuung, Essensausgabe, Hausaufgabenbetreuung und schließlich Kurs- oder Freizeitangebote mit diesem Minimum an Personal zu schaffen sei. Honorarkräfte und Ehrenamtler sollen die Lücke füllen. Fred Reinartz erklärte, dass der Deutsche Kinderschutzbund und der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) sich als Träger beworben hätten – bevorzugter Partner wäre der SkF mit man bereits seit Jahren kooperiere. Die Organisation betreut bereits seit dem Sommer 2005 erfolgreich die Kinder der offenen Ganztagsgrundschule an der GGS Süd.

Der Bedarf kann an der Schule bis 17. November von den Eltern angemeldet werden.


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