Aus dem Polizeibericht

Schwere und tödliche Verkehrsunfälle im Jülicher Land
Von Redaktion [25.10.2006, 11.43 Uhr]

Mit Schock ins Krankenhaus kam am Montagvormittag eine 55-jährige Autofahrerin, die zwischen Jülich und Koslar verunglückte. Weil sie nicht sicher war, ob ihr auf der B 56 in Richtung Aldenhoven die zustehende Vorfahrt gewährt würde, hielt sie an der Kreuzung. Zu abrupt für einen 21 Jahre alten Autofahrer im Wagen hinter ihr – er fuhr erst auf den Vorderwagen auf und anschließend in den entgegenkommenden Wagen. Sachschaden: rund 4000 Euro.

Ebenfalls bereits am Montagmittag ereignete sich auf der Oststraße in Jülich ein schwerer Unfall. Beim Anfahren an der Rudolf-Diesel-Straße stieß eine 40 Jahre alte Frau aus Baesweiler mit dem Wagen eines 43-jährigen Jülichers zusammen und verursachte so einen Billardeffekt: Das Auto des 43-Jährigen wurde so weit nach rechts geschleudert, dass es gegen das Fahrzeug einer 34-jährigen Geilenkirchenerin prallte, die auf der Dürener Straße angehalten hatte. Während die Unfallbeteiligten nur leicht verletzt wurden, liegt der geschätzte Sachschaden bei 10.000 Euro.

Ebenso hoch wird die Schadenssumme bei einem Unfall am Dienstagmorgen beziffert, bei der auf der Landesstraße 136 bei Aldenhoven mehrere Menschen verletzt wurden. Ein 76 Jahre alter Belgier starb im Krankenhaus.

Nach den bisherigen Feststellungen der Polizei fuhr der Belgier in die Kreuzung "Am Alten Bahnhof" ein, obwohl aus Richtung Schleiden Gegenverkehr kam. Die beiden Fahrzeuge prallten zusammen und wurden in ein Feld geschleudert. Der 76-Jährige wurde in seinem Pkw eingeklemmt und konnte erst durch die Feuerwehr aus dem stark deformierten Wagen befreit werden. Er und seine als Beifahrerin mitfahrende 77 Jahre alte Ehefrau wurden ebenso wie der Beteiligte aus Aldenhoven in umliegende Krankenhäuser transportiert.

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Während der Aldenhovener nach einer ambulanten Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen konnte, musste die 77-Jährige zur ärztlichen Behandlung stationär bleiben. Ihr Ehemann verstarb am Vormittag im Krankenhaus. Derzeit steht nicht fest, ob er den bei dem Umfall erlittenen Verletzungen erlag, oder ob eine bereits vorher bestehende Erkrankung ursächlich für den Tod des Mannes ist. Die Ermittlungen dauern an.

Einen dreisten Versuch der Vertuschung einer Unfallflucht klärte die Jülicher Polizei laut Pressebericht. In der Nacht zum Dienstag wurde gegen 0.40 Uhr eine Streifenwagenbesatzung in die Bongardstraße gerufen. In Höhe der Berufsschule war am geparkten Pkw eines Düreners ein Schaden von mehreren hundert Euro verursacht worden. Die Polizisten trafen an der Unfallstelle auf einen 23-jährigen Aachener, der angab, stellvertretend für seine Schwester am Unfallort geblieben zu sein, da diese weg gemusst hätte.

Auf Nachfrage der Polizisten bestätigte die Schwester die Version des Bruders. Sie gab an, unter Schock zu stehen und daher den Standort des Unfallwagens nicht mehr zu wissen. Schließlich wurde der nach eindringlicher Befragung auf einem Parkplatz in der Grünstraße gefunden.

Während in Aachen Polizeibeamte die angeblich Unfallbeteiligte aufsuchten, stellten die Kollegen in Jülich fest, dass der Bruder eine Schlüssel zum Unfallwagen hatte. Im Auto wurden dann auch persönliche Gegenstände des 23-Jährigen gefunden, der daraufhin gestand, er selber habe das Auto gefahren. Seiner Schwester war am Geschehen unbeteiligt. Grund der Vertuschung war laut Polizeibericht wohl der offensichtliche Drogenkonsum der Mannes. Bei ihm konnte zudem ein Tütchen mit Marihuana sichergestellt werden.

Bei dem Aachener wurde die Entnahme einer Blutprobe angeordnet. Sein Führerschein wurde sichergestellt. Die Ermittlungen in dem gegen ihn gerichteten Strafverfahren dauern an.


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