Kabarettabend zum Deutschen Hospiztag

Jülich: Die „spaßige“ Seite des Todes
Von Anna-Lorena Loevenich [23.10.2006, 12.01 Uhr]

Stephan Franke im Gespräch mit Herrn Teufel und Frau Tod.

Stephan Franke im Gespräch mit Herrn Teufel und Frau Tod.

Hospizdienst und ein Kabarettstück rund um Sterben und Tod – selbst Freunde des schwarzen Humors waren wohl skeptisch wie der Solokabarettist Stephan Franke die beiden Tabuthemen in ein amüsantes Kabarettstück verpacken will ohne dabei moralische Grenzen zu überschreiten.

Unter dem Motto „menschenwürdig leben und sterben“ lud der Malteser Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst Jülich vergangenen Freitag anlässlich des 7. Deutschen Hospiztages zu dem Trauerkabarettstück „Ruhe sanft!“ von Stephan Franke in die Schlosskapelle Jülich ein.

In seinem gut zweistündigen Kabarettstück verstand es Stephan Franke seine Zuschauer durch seine teils absurden Gedankengänge und pointierten Geschichten, ob als Vermittler bei der Hotline zum Jenseits oder als Interviewer zwischen Herrn Teufel und Frau Tod zu begeistern. Im ständigen Wechsel der Rollen und der Sprache behielt der Solokabarettist stets seinen Sprachwitz und überzeugte durch schauspielerisches Talent.

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Kabarettist hautnah: Stephan Franke schreibt Autogramme.

Kabarettist hautnah: Stephan Franke schreibt Autogramme.

Frankes Absicht ist es die Menschen an dieses immer noch bestehende Tabuthema auf humorvoll-spielerische Weise heranzuführen und ihnen die Angst davor zu nehmen – und das ist ihm auch gelungen.

Zur Abrundung des gelungenen Abends durfte natürlich auch eine kleine Zugabe nicht fehlen.

Vor dem Start in den launigen Abend hatte in einer kurzen Ansprache zum Thema Hospiz- und Palliativarbeit Fachbereichsleiter des Ambulanten Malteser Hospizdienstes, Dr. Rudolf Jegen, der zugleich auch Chefarzt der Anästhesiologie im Malteser Krankenhaus Jülich ist, in das Thema eingeführt.


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