21. Summer School Renewable Energy

FH simuliert den Supergau 2060
Von Arne Schenk [04.09.2006, 19.55 Uhr]

Fantastische Kraftwerke und ein sensationelles Übertragunssystem standen im Mittelpunkt der Gruppe „MFGK“.

Fantastische Kraftwerke und ein sensationelles Übertragunssystem standen im Mittelpunkt der Gruppe „MFGK“.

Fantasievolle Namen wie „Nature up my house“, „Sun Beam“, „MFGK“, „Daily Sustainability“, „HAMFU RADRA ENPRO“ oder „Traffic 3000“ führten die sechs Gruppen der Zukunftswerkstatt „Energie 3000“. Genauso fantasievoll fielen ihre Pläne und Vorstellungen aus, die deren Mitglieder als Abschluss der „21. Summer School Renewable Energy“ am Donnerstag im Gerling-Pavillon auf dem Solar-Campus Jülich der Fachhochschule Aachen vorstellten.

Auf eine „kontinentale S-NGÜ“, eine „Supraleiter-Niederspannungs-Gleichstrom-Übertragung“, in einer post-nuklearen Gesellschaft setzte das Team „MFGK“. Bei einem fiktiven Supergau im Jahr 2060 seien alle Kernkraftwerke explodiert. In der Folgezeit besinnt sich die Gesellschaft auf erneuerbare Energien. Diese werden unter anderem in einem Tragflächen-Kraftwerk per Jetstream-Windkraft gewonnen und in das effizient arbeitende Übertragungssystem S-NGÜ eingespeist.

„Licht-Laser-Wandler“ hieß das Zauberwort beim Projekt „Sun Beam“. Ein aufblasbarer Folienspiegel, der mit einem speziellen wärmeleitenden Gas gefüllt ist, treffen Sonnenstrahlen. Diese werden gebündelt als Laser auf eine Receiver mit Absorbern in der Erde geschickt. Die Sonne sei schließlich eine verlässliche Energiequelle, die es noch 3,5 Milliarden Jahre geben würde. „Man muss diese Energie nutzen, sonst geht sie an uns vorbei.“

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Sonnenlicht als Energiespender per LLV (Licht Laser Wandler)? Kein Problem für das Team „Sun Beam“.

Sonnenlicht als Energiespender per LLV (Licht Laser Wandler)? Kein Problem für das Team „Sun Beam“.

Den Stand der Technik als Basis für ihre Ideen und Lösungsansätze hatten die 50 Teilnehmer der Summer School, Studierende aus ganz Deutschland, aus Argentinien, Kolumbien, Guatemala, Togo, Madagaskar, Russland und der Türkei, zuvor bei dem zweieinhalbwöchigen Programm mit Vorträgen und Exkursionen kennen gelernt. Vermittelt wurde das Know-how von 20 Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung. Damit dies möglich war, wurde die Summer School 2006 in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung NRW veranstaltet und von den Firmen Kraftanlagen München, Conergy und SOLON finanziell unterstützt.

Ihre Ergebnisse zur zukünftigen Energieversorung präsentierten sie einer Jury mit Dr. Rüder Urban vom NRW-Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Rosa Hemmers, der Vorsitzenden von EUROSOLAR Sektion Deutschland, und Prof. Dr. Bernhard Hoffschmidt, Leiter des Solar-Instituts Jülich. Diese stellte den Nachwuchsforschern auch Fragen. Ob auf dem Naturhaus in Norwegen tatsächlich ein Schornstein stehe, wollte Rosa Hemmers von „Nature up my house“ wissen. Antwort: „Ja, um die Biomasse zu verbrennen.“


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