Austausch

24 Iraner besuchen FH in Jülich
Von Arne Schenk [15.08.2006, 17.27 Uhr]

Zeigten sich sehr interessiert am Jülicher FH-Standort: Der Besuch aus dem Iran.

Zeigten sich sehr interessiert am Jülicher FH-Standort: Der Besuch aus dem Iran.

Warum bemüht sich die Fachhochschule Aachen so sehr um ausländische Studenten? Dies wollte ein Teilnehmer der iranischen Gruppe wissen, die zurzeit den eigenen künftigen Studienort in Jülich unter die Lupe nehmen. Immerhin weist die FH dabei stolze 20 Prozent auf. In Jülich kommen sogar 700 Internationale auf 2000 Studierende.

Grund 1 sei der Austausch, betonte Rektor Prof. Dr. Manfred Schulte-Zurhausen, sodass auch die eigenen Studenten die Möglichkeit besitzen, reichhaltige Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Der zweite Grund sei die intensive Zusammenarbeit mit ausländischen Firmen, um Know-how zu vermitteln. Schließlich sei Deutschland Exportweltmeister. Für diese Bedürfnisse würden eben Studenten benötigt, die sich international orientierten. Erreicht würde dies nicht durch eine reinen Studentenaustausch, sondern mit Programmen wie diesem hier, mit Ländern, mit denen Handels- und Ingenieursbeziehungen bestehen. „Der Iran zählt ohne Zweifel dazu.“

Die 24-köpfige Gruppe mit künftigen Maschinenbau-Studenten für das Wintersemester 2007 und deren Familienmitgliedern bereist vom 9. bis zum 16. August Aachen und Jülich. Aber auch die Eifel mit Monschau, Mariawald und Kommern, sowie Köln, Düsseldorf und Brüssel stehen auf dem Programm. Denn das Studium sei schon wichtig, unterstrich Schulte-Zurhausen, aber ebenso wichtig sei es, Erfahrungen mit Europa, Deutschland und der jeweiligen Kultur zu sammeln.

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Rektor Schulte-Zurhausen zeigte per Folie: Die FH Aachen gehört zu den Vorzeige-FHs in Deutschland.

Rektor Schulte-Zurhausen zeigte per Folie: Die FH Aachen gehört zu den Vorzeige-FHs in Deutschland.

Immerhin besitzt die Fachhochschule neben der Kooperation mit den Iran zahlreiche Kontakte weltweit auf allen fünf Kontinenten. Allein im Umkreis von 50 Kilometern arbeitet die FH mit über einem Dutzend Partnern in Deutschland, Belgien und den Niederlanden zusammen. Die Praxisorientierung sei das große Plus der Fachhochschule. So könne jeder der Professoren auf ein mindestens fünfjährige Erfahrung im Betriebsleben verweisen. Zudem kämen viele weitere Dozenten aus der Industrie.

Im Wintersemester 2006 starten 36 iranische Studenten der Fachrichtung Maschinenbau in Jülich. Betreut werden sie wie alle ausländischen Studierenden vom International Office, egal, ob es um Visa, das Studium oder einfach die Bearbeitung von Briefkorrespondenz geht. „Wenn wir die Antworten nicht kennen, wissen wird doch, wenn man fragen kann“, erklärt die amerikanische Mitarbeiterin Kay Stone, seit 16 Jahren in Deutschland und seit sechs Jahren an der FH.

In ihre Heimatsprache übersetzten die iranischen FH-Studenten Hemaseh Sadehvand und Mir Kavoos Shafe die Beiträge von Prof. Schulte-Zurhausen und Prof. Dr. Burghard Müller. Denn nicht jeder der Gäste war des Englischen mächtig. Wie es denn mit einer Arbeitsstelle nach dem Studium in Deutschland aussehe, lautete ein Frage. Wenn ein Unternehmen Interesse an dem Ingenieur zeigen würde, würde eine Arbeitserlaubnis ermöglicht, meinte Rektor Schulte-Zurhausen.

Prof. Dr. Burghard Müller pflichtete ihm bei: Nach dem Abschluss bestünde für den Absolventen neuerdings die Möglichkeit, innerhalb eines Jahres sich nach einem Arbeitsgeber umzuschauen. Mit der abgeschlossenen Ausbildung und den erworbenen Kenntnissen in den Sprachen Deutsch und Englisch dürften ihnen die Türen weltweit offenstehen: „That’s wonderful.“


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