Sozialhelferin Julia Maier

Jülicherin kam mit Job-com zum Traumberuf
Von Redaktion [26.07.2006, 15.12 Uhr]

Nach einigen vergeblichen Anläufen hat Julia Maier (r.) mit der Hilfe der job-com eine Stelle in ihrem Beruf gefunden.

Nach einigen vergeblichen Anläufen hat Julia Maier (r.) mit der Hilfe der job-com eine Stelle in ihrem Beruf gefunden.

Es sind nicht nur Königskinder, die nicht zueinander finden. Jeden kann es treffen, der auf Stellensuche ist. Julia Maier zum Beispiel. Die zierliche junge Frau mit dem blonden, lockigen Haar und der sympathischen Ausstrahlung war monatelang vergeblich auf der Suche. Nachdem die heute 22-Jährige aus Jülich 2004 ihre Ausbildung zur Sozialhelferin an einer Schule in Füssenich abgeschlossen hatte, fand sie einfach keine Stelle. "Dabei wollte ich unbedingt arbeiten", erzählt sie. Zehn Bewerbungen hat sie geschrieben, sich in Praktika als engagierte Mitarbeiterin empfohlen, doch der erhoffte Arbeitsvertrag wurde der jungen Frau, die 1997 mit ihrer Familie aus Omsk nach Deutschland gekommen war, nicht angeboten.

Das ist heute Vergangenheit. "Wir werden Julia nach dem Jahr natürlich übernehmen. Es ist wirklich selten, dass ein junger Menschen ein solches Händchen für Senioren hat", ist Ellen Hansen-Dichant voll des Lobes über die neue Mitarbeiterin. Ellen Hansen-Dichant leitet die Caritas-Tagespflege St. Nikolaus an der Dr. Overhues-Allee in Düren. Acht Mitarbeiter betreuen hier wochentags bis zu 20 Gäste. Ältere Menschen, die morgens von zu Hause gebracht oder geholt werden, um ihre Tage sinnvoll in Gesellschaft zu verbringen. "Am liebsten spielen wir gemeinsam Bingo. Schokolade gibt es dabei zu gewinnen", erzählt Julia Maier. Und es klingt gar nicht überheblich, wenn sie sagt, "dass unsere Gäste sich freuen, wenn ich für sie da bin, weil sie mich mögen".

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Auch Malerlehrling Michel Wehnert (l.) und Chef Gregor von Hoegen fanden durch die job-com zueinander.

Auch Malerlehrling Michel Wehnert (l.) und Chef Gregor von Hoegen fanden durch die job-com zueinander.

Die job-com hat Julia Maier die Tür zur St. Nikolaus-Tagespflege geöffnet. Im Rahmen der Maßnahme "Job Plus", die Arbeitslosen unter 25 mit abgeschlossener Ausbildung vorbehalten ist, wurde sie ein halbes Jahr gefördert. Die Theorie absolvierte sie bei der low-tec, das dreimonatige Praktikum an der Overhues-Allee, weil sie den Schwerpunkt "Pflege" gewählt hatte. Damit war der Knoten geplatzt. Nun denkt man gemeinsam in die Zukunft. Examinierte Altenpflegerin soll sie werden, um noch mehr Verantwortung übernehmen zu können. Julia Maier hat also mehr als einen Fuß in der Tür: Sie steht mittlerweile mit beiden Beinen im Berufsleben.

Ihre Geschichte ist kein Einzelfall. Auch Michel Wehnert war auf die Hilfe der job-com-Vermittler angewiesen, um zum Ziel zu kommen. Aus Magdeburg brachte der 25-Jährige eine abgebrochene Malerlehre mit in den Westen. Zwei Jahre war er dann in Düren vergeblich auf Arbeitssuche. "Als ich zur job-com kam, ging auf einmal alles ganz schnell", berichtet er. Ein vierwöchiges Praktikum im Maler-Betrieb von Hoegen im Stockheimer Gewerbegebiet wurde ihm dort angeboten. Bald darauf war der Lehrvertrag unterschrieben. "Besser konnte es gar nicht sein", sind sich Michel Wehnert und sein Chef Gregor von Hoegen einig, dass die Richtigen zueinander gefunden haben.

Arbeitgeber, die neues Personal suchen, erreichen die job-com unter der Rufnummer 02421/22-1632 oder per E-Mail unter job-com@kreis-dueren.de.


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