Paul Panzer am Hörer

In Jülich lockt der „Heimatabend deluxe“
Von Redaktion [13.07.2006, 15.55 Uhr]

Paul Panzer sagt es durch die Blume.

Paul Panzer sagt es durch die Blume.

Eigentlich ganz nett, der Mann. Solange kein Telefon in der Nähe ist. Doch wittert Paul Panzer einen Hörer, greift er zu. Dann mutiert er im Nu zum Telefonstuntman und wird zur reinen Plage für die arme Seele am anderen Ende der Leitung. Dass ihn viele lieben – aber nicht alle kennen - ist sein großer Trumpf. Diesen spielt er wieder bis zum Anschlag auf der Bühne des Jülicher Brückenkopf-Parks aus. Dort gastiert der Kabarettist mit seinem aktuellen Programm „Heimatabend deluxe“ am Samstag, 22. Juli, ab 20 Uhr.

Lauschen können die Veranstaltungsbesucher den Kult-Schreck, wenn er das Gespräch mit noch ahnungslose Zeitgenossen und dem legendären Eröffnungssatz „Panzer, ich begrüße sie…“ eröffnet. Mit seiner unnachahmlichen Mischung aus Naivität und Penetranz verkauft Panzer seinen Opfern am Telefon den unglaublichsten Schwachsinn als reinste Wahrheit. Ob er einem Tierfreund seine Katzen abschwatzen will, um sie im Wok im China-Imbiss genussfertig durchzugaren; das Dach des Kölner Doms von einer Baufirma abdecken lassen will, damit ein Freund bei dessen Hochzeit mit dem Bungeeseil den Altar erreichen kann – es gibt keinen Unfug, der nicht kurios genug wäre, um besprochen zu werden.

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Die besten Telefonate waren längst ein Fall für die CD-Charts, seine Alben „Ich begrüße sie“ und „Rrrichtig“ rangierten dort auf vorderen Plätzen.

Doch nur zum Hören ist Panzer eigentlich zu schade. Denn der Mann hat eine Vorliebe für kuriose Hemden, die ihn auch optisch ungemein interessant macht. Sein jüngstes Bühnenprogramm bringt Panzer ganz so, wie er nun mal ist. Ein wenig schrill, ein bisschen sonderbar und niemals auf den Mund gefallen. Kuriose Geschichten aus seinem Leben erzählt der Mann mit einer Lässigkeit, dass sein Publikum sich des öfteren fragen muss: „Ist das jetzt wahr oder doch wieder bloß ein echter Panzer?“ Ein Telefon hat er natürlich auch dabei, denn immer wieder gibt es im Programm ein Problem, das eben nur mit einem Anruf gelöst werden kann. Und dann ist das Publikum live dabei, wenn es heißt: „Panzer, ich begrüße sie …“

Karten gibt es im Vorverkauf zu 22.40 Euro, an der Abendkasse zu 24 Euro.


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