Internationaler Abend FH

„Das schönste Fest Jülichs“
Von Arne Schenk [09.06.2006, 00.41 Uhr]

 Mit mexikanischen Liebensliedern versuchen Roberto, Fernando, Juan Carlos, Luis und Abelardo ihre Angebetete und das FH-Publikum zu betören.

Mit mexikanischen Liebensliedern versuchen Roberto, Fernando, Juan Carlos, Luis und Abelardo ihre Angebetete und das FH-Publikum zu betören.

Eine iranisch-deutsch-libanesische Band, die deftige Country-Musik spielt – das ist internationale Zusammenarbeit par excellence. Diese Formation, genannt „The Krest“, heizte zum Auftakt des Internationalen Abends in der Mensa des Jülicher Standorts der FH Aachen ein, die das Jülicher Büro des Interkulturellen Zentrum Aachener Studierender (INCAS) dort veranstaltete.

„Da kommen ja gar keine Leute, da ist ja kaum jemand da“, hätte er früher immer befürchtet, erinnerte sich Prof. Burghard Müller anschließend in seiner Begrüßung angesichts der lediglich halb gefüllten Mensa. Doch die Erfahrung über die mittlerweile seit sieben Jahren stattfindende Veranstaltung hätte ihn gelehrt, dass viele Studenten erst eine Stunde später eintrudelten. Was sich im Laufe auch dieses Abends tatsächlich bewahrheitete.

Schade für sie, denn so verpassten sie einige der sehenswerten Vorführungen. Ob ein vom asiatischen Kampfsport beeinflusster Fächertanz der Deutschen Judith, ihr atemberaubender Bauchtanz mit Landsmännin Mary, der Libanesische Tanz von Fadwa oder der Pfauentanz der Indonesierinnen Tika und Desi, Jonglage mit Bällen, Keulen und Fackeln des Franzosen Antoine, die Songeinlagen der Malaysierin Sam und der Chinesin Molly – der reichhaltigen Fantasie der Akteure schienen kaum Grenzen gesetzt.

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Der atemberaubende Bauchtanz von Judith (links) und Mary aus Deutschland bereitete dem FH-Publikum ein sichtliches wie sinnliches Vergnügen.

Der atemberaubende Bauchtanz von Judith (links) und Mary aus Deutschland bereitete dem FH-Publikum ein sichtliches wie sinnliches Vergnügen.

Herausragend präsentierten sich wieder einmal die Inder mit einem fünfteiligen Tanz-Medley. Heißblütig und voller Enthusiasmus prägten sie den Abend mit Trommel-Trio, Achter-Gruppe, Fahnenschwenken zu Kerzenbeleuchtung und Disco-Duo. Unterstützt wurde das etwa ein Dutzend starke Ensemble auch von Ehren-Indern wie Patrick, der die Multinationalität in sich vereinte, wie Moderator Abelardo hervor hob. Mit einem ungarischen Vater, einer iranischen Mutter lebte der gebürtige Essener viele Jahre in den Vereinigten Arabischen Emiraten und versinnbildlichte so die Idee des Internationalen Abends.

Denn die Betonung lag auf dem Miteinander der Kulturen, und so tanzte die Thailänderin Nook mit dem Kolumbianer Fernando den Salsa „Azuquita P’al Café“, Roberto aus Guatemala sang mit den Mexikanern Abelardo, Fernando, Juan Carlos und Luis Liebeslieder aus deren Heimatland und Jenny aus Kamerun, Ranjila aus Indien, Fadwa aus dem Libanon, Mina aus dem Iran und Lizzy aus Deutschland vereinigten sich zu einem „Mixed Dance“, wobei sie jeweils einen Part ihrem Herkunftsland widmeten.


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