Spiel, Spaß und Musik

Mit dem Jülicher Kopernikusstraßenfest am Ball bleiben
Von Arne Schenk [09.06.2006, 00.03 Uhr]

„Basketball ist ein sehr fairer Sport“, erklärte Martin Schulz, Beigeordneter der Stadt Jülich, als er den Streetballplatz an der Röntgenstraße am Mittwoch der Öffentlichkeit, insbesondere den Jugendlichen des Nordviertels der Herzogstadt übergab. Dabei sei es nicht entscheidend, dass es Sieger gäbe: „Es kommt darauf an, etwas miteinander zu machen.“

Finanziert wurde der Platz zum Teil aus dem Erlös des letztjährigen Integrativen Straßenfestes auf der Kopernikusstraße. Verwirklicht werden konnte er jedoch nur aufgrund der Hilfe weiterer Sponsoren, darunter die Mess-Regel-Klimatechnik Franken, der Lionsclub Juliacum, die Simex Vertrieb GmbH & CoKg, die Sparkasse Düren, Westzucker Gmbh und vor allem die Bauunternehmung Lamers. Denn entgegen der ursprünglichen Annahme, das Gelände sei städtisch, gehörte es zu der Bauunternehmung, die das Grundstück zur Verfügung stellte und zudem bebaute.

Dieser Platz sei ein weiterer Beweis dafür, dass durch Engagement noch etwas zu bewegen sei, fuhr Schulz fort, für den Integrationsgedanken und für das friedliche Miteinander unterschiedlicher Nationen im Allgemeinen und die Jugendlichen im Speziellen. Damit die Gemeinschaft zwischen in- und ausländischen Jülichern auch weiterhin gepflegt wird, gibt das Kopernikusstraßenfest sich und den Menschen aus 16 Nationen, die dort zwischen zwischen Petternicher und Gutenbergstraße leben, am Sonntag, 11. Juni, ab 11 Uhr zum dritten Mal Grund zum Feiern, alles im Rahmen der Aktion „Jülich: Miteinander – Füreinander“.

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Eine Tanzgruppe tamilischer Mädchen zeigt ihre Kunst auf dem dritten Kommstraßenfest.

Eine Tanzgruppe tamilischer Mädchen zeigt ihre Kunst auf dem dritten Kommstraßenfest.

Mit jazzigen und rockigen Klänge verbreiten Bands von der Fachhochschule Aachen, Abteilung Jülich, mit internationalen und deutschen Studierenden Stimmung. Einen besonders farbenfrohes Vergnügen bieten mehrere Tanzgruppen, darunter zwei tamilische Tanzgruppen sowie eine Gruppe der Stadtgarde Jülich. Natürlich ist auch Mitmachen angesagt: Kinder und Jugendliche können sich bei verschiedenen Spielen und Basteln austoben. Geschicklichkeit und Gleichgewichtsvermögen sind beim Kistensteigen oder beim Fahrradparcours gefragt. Natürlich können sich Jugendliche auch beim Basketball und Fußball messen. Die Mannschaften werden vor Ort zusammengestellt.

Die Pfarre Franz von Sales, die evangelischen Kirchengemeinde, der Jugendmigrationsdienst Düren, MHD, DRK, THW, der Sozialdienst kath. Frauen, Pfadfinder, Verkehrswacht, der Standort Jülich der Fachhochschule Aachen und nicht zuletzt die Stadtverwaltung haben das breite kulturelles und sportliches Spektrum bereitgestellt.

International präsentiert sich Jülichs Nordviertel auch kulinarisch: Gerichte aus dem Libanon, aus Afrika, Griechenland und Deutschland laden zum Gaumenschmaus. Auch für die Zeit nach den Fest. „Ausgesuchte Köstlichkeiten“ heißt ein Vierländer-Kochbuch das anlässlich des 3. Kopernikus-Straßenfestes herausgegeben wird. Lukulisches aus dem Libanon, Russland, Irland und Deutschland sind zusammengetragen und geschrieben worden. Freuen dürfen sich die Leser etwa auf „des Derwischs Rosenbeet“, aber auch auf Irish Stew und Borschtsch. Wer hätte gedacht, dass zu deutschen Köstlichkeiten „Marinierte Heringe mit Bratkartoffeln“ gehören?

Zu den einzelnen Gerichten gibt es nicht nur ein Stück Geschichte dazu, etwa werden die Länder in Graphiken dargestellt, es gibt das Rezept inklusive Kochtipps dazu. Wer jetzt schon Appetit hat, der kann die „Köstlichkeiten“ für einen Euro auf dem Straßenfest erstehen. Der Erlös des Festes kommt wiederum insbesondere jüngeren Mitgliedern der anwohnenden Familien zugute.


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