Neue Broschüre

Auf dem Weg für ein barrierefreies Jülich
Von Redaktion [31.05.2006, 16.40 Uhr]

Mitarbeiter des Arbeitskreises Integration machen sich für die Barrierefreiheit Jülichs stark.

Mitarbeiter des Arbeitskreises Integration machen sich für die Barrierefreiheit Jülichs stark.

Rollstuhlfahrer brauchen Geduld und Hilfe, um eine Straße zu überqueren oder in ein Gebäude zu gelangen, und Hörbehinderte können sich oft auf Ämtern schwer verständigen. Behinderten stehen viele Barrieren im Weg – mit dem Behindertengleichstellungsgesetz sollen sie verringert werden.

Das Behindertengleichstellungsgesetz Nordrhein-Westfalen ist zum 1. Januar 2004 in Kraft getreten. Ziel des Gesetzes ist es, die Benachteiligung von Menschen mit Behinderung zu beseitigen und zu verhindern, die gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen. Behörden und Kommunen in Nordrhein-Westfalen werden verpflichtet, Gebäude so zu gestalten, dass sie für behinderte Menschen zugänglich sind.

Was in den verschiedensten Lebenslagen berücksichtigt werden muss, stellt der Arbeitskreis Integration (AKI) in einer neuen Broschüre vor. „Ein Schlüsselwort des Gesetzes ist Barrierefreiheit. Diese bezieht sich nicht nur auf die gebaute Umwelt, sondern auch auf die Gestaltung des Internets. Ferner gibt es Regelungen zur Verwendung der Gebärdensprache und zur Gestaltung von Bescheiden und amtlichen Informationen,“ erläutert Katarina Esser bei der Vorstellung der Broschüre.

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"Wir wollen beim Umgang mit Behinderten von der Versorgung zur gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabe gelangen" beschreibt Beate von Wirth-Weigelt die Ziele des AKI.

„Behinderte sind im Alltag noch immer vor ganz banale Probleme gestellt: Stufen, die Rollstuhlfahrern den Weg ins Büro versperren, oder fehlende
Orientierungsmöglichkeiten für blinde und sehschwache Menschen erschweren einen normalen Kontakt“, führt Lothar Schubert aus. Auch alte Leute seien oft betroffen und profitieren von barrierefreien Zugängen.

„Es sind noch viele Barrieren zu beseitigen, auch die im Kopf“, so Dietmar
Mauermann. Deshalb wird es in Zukunft Fortbildungsveranstaltungen geben, die Mitarbeiter von Dienstleistungsunternehmen sensibilisiert, Behinderte und ihre damit verbundenen Probleme besser zu verstehen.

Die Broschüre ist im Amt für Kinder, Jugend und Sozialplanung im Nebengebäude des Neuen Rathauses kostenfrei erhältlich. Auskunft erteilt Katarina Esser, Tel.: 02461/63236.


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