Mädels drehen den traditionellen Spieß um

Männer kamen im Jülicher KuBa unter den Hammer
Von Britta Sylvester [03.05.2006, 22.41 Uhr]

„Zum ersten, zum zweiten und zum dritten!“ Lautstark und erfolgreich brachten Roksaneh Krooß und Jenny Stuhlmacher knappe zwanzig Jungs unter den Hammer. Das gut gefüllte „Offbeat“ tanzte in den Mai und die Mädels drehten den traditionellen Spieß einmal um. Gegen elf Uhr betraten die frisch gebackenen Auktionatorinnen die Bühne der Kuba-Kneipe und brachten die Jungs gegen Bares unters Volk.

Kein Wunder, dass so manch einen Mann vor Betreten der Gaststätte ein etwas flaues Gefühl beschlich: „Und was, wenn keiner bietet?“ Auch die Mädels mit dem Hammer plagten ein paar Bedenken. Sie waren sich nicht sicher, ob überhaupt genug Freiwillige sich dem Publikum stellen würden. Doch getreu dem Motto „Kluge Frau sorgt vor“ hatten die zwei eine Liste am Eingang liegen, auf der sich jeder männliche Besucher nach seinem Eintritt wieder fand.

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Doch die gute Stimmung machte schnell alle Bedenken zunichte. Am Ende klimperten knappe siebzig Euro für den guten Zweck in der Kasse. In diesem Jahr kommt das eingenommene Geld dem Jülicher Verein „Kleine Hände e.V.“, Nachbarn in den Räumen des Kulturbahnhofes zugute. Aber auch die erfolgreichen Verkäufer gingen nicht leer aus. Das höchste Gebot wurde mit einer Kuba-Konzertkarte belohnt.

Ist also nur noch zu hoffen, dass sich im nächsten Jahr wieder reichlich mutige Jungs finden werden. Hatte ihr Einsatz doch neben dem Spaß fürs Publikum auch noch den positiven Effekt für die sprichwörtliche „gute Sache“. Bleibt am Ende nur die Frage: Was machen die Käuferinnen und Käufer nach so einem Abend eigentlich mit ihrer Beute?


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