Forschungszentrum stellt Neuheiten bei der Messe vor

Jülicher Forscher mit Flitzer in Hannover
Von Redaktion [22.04.2006, 08.32 Uhr]

Der neue, rote JuMOVe2 wird mit Methanol betankt. Eine Brennstoffzelle wandelt es effizient und schadstoffarm in Strom für den Antrieb um. Foto: FZJ

Der neue, rote JuMOVe2 wird mit Methanol betankt. Eine Brennstoffzelle wandelt es effizient und schadstoffarm in Strom für den Antrieb um. Foto: FZJ

Gleich an drei Stellen bietet sich Besuchern der Hannover Messe 2006 vom 24. bis zum 28. April die Gelegenheit, Neuheiten des Jülicher Forschungszentrums zu sehen und mit Experten ins Gespräch zu kommen. Unter den 5175 Aussteller aus 66 Ländern, die dort innovative Produkte und Dienstleistungen für die Industrie vorstellen, ist auch das FZJ mit dem neuen vierrädrige Scooter „JuMOVe2“ dabei.

Wenn der rote Scooter vorbeiflitzt, zieht sein Äußeres die Blicke auf sich. Wenn er einmal stehen bleibt, gilt die Aufmerksamkeit seinem Innenleben: Die Brennstoffstoffzelle wandelt Methanol effizient und schadstoffarm in Strom für den Antrieb um. „Dieser verbesserte Prototyp stellt einen Meilenstein auf dem Weg zur geplanten Kommerzialisierung in etwa fünf Jahren dar“, erklärt Prof. Detlef Stolten vom Jülicher Institut für Werkstoffe und Verfahren der Energietechnik. Mit einer Tankfüllung von etwa 6 Litern erreicht JuMOVe2 eine Reichweite von über 100 Kilometern. Live erleben und selbst ausprobieren können die Besucher der Hannover-Messe den Scooter ab dem 24. April auf dem Außengelände.

Aber auch in den Hallen (Halle 13, Stand E87/4) zeigt das Institut innovative Entwicklungen. „Unser breiter Ansatz, von der Entwicklung der Kernkomponenten bis zur Verifizierung des Systems, erlaubt es uns, sehr industrienah zu arbeiten“, sagt Stolten. Beispielhaft dafür steht einerseits ein Jülicher Reformer-Modul, das in Kooperation mit einem Flugzeughersteller entstand und in zukünftigen Flugzeugen als Teil der Brennstoffzellenanlage für den Bordstrom sorgen könnte. Andererseits wird auch das Modell einer SOFC-Brennstoffzellen-Anlage vorgeführt, die bald als Prototyp in Betrieb gehen wird. Mit einer Leistung von 20 kW könnte sie die Energieversorgung eines kleinen Wohnblocks gewährleisten.

Werbung

Zweite Station des Forschungszentrums Jülich in Hannover ist die Forschungshalle (Halle 2). Hier werden im Rahmen des Gemeinschaftsauftritts „Innovationsland NRW“ (C 36) neue Entwicklungen des Forschungszentrums auf dem Gebiet der mobilen und kostengünstigen Kernspintomographie sowie verwandter Systeme gezeigt. Ebenfalls auf dem Landesstand sind neuartige, nicht invasive Analyse- und Visualisierungstechniken zu sehen. Diese sind in der Medizintechnik ebenso einsetzbar wie in der Werkstoffprüfung komplexer technischer Bauteile.

Die dritte Möglichkeit, die Arbeiten des Forschungszentrums näher kennen zu lernen, eröffnet ein Exponat auf dem Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, BMBF, (Halle 2, C 30). Hier erwartet die Besucher die Präsentation des vom BMBF geförderten Verbundprojekts „Safe-Pipe“. Dabei geht es um die Verbesserung der Sicherheit von Rohrleitungen und Hausanschlüssen, beispielsweise in der Gasversorgung. Der Jülicher Projektbeitrag besteht in Grundlagenforschung darüber, wie das System Pflanze mit extern verursachten Schäden in seinem eigenen „Rohrleitungssystem“ umgeht. Im Projektverlauf soll überprüft werden, ob und wie Selbstreparaturmechanismen von Pflanzen auch auf technische Leitungssysteme übertragbar sind.


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Freiflug über die "Sophie"
Der Barmener Olaf Kiel ist begeisterter Pilot von Multi- und Quadrokoptern, landläufig auch als Drohnen bekannt. Zwei bis dreimal in der Woche startet er in die Jülicher Börde mit seinem großen Koffer im Gepäck. Gut geschützt liegt darin die in Einzelteile zerlegte Flugmaschine, denn erst vor Ort werden die Rotoren angeschraubt und die Kamera in die Lagerung, die so genannte Gimbal, eingehängt.  [08.04.2017, 07.42 Uhr]  >>

Rundum

Kreatives Lösungsmodell im Aldenhovener KIM-Prozess [09.04.2017, 14.00 Uhr]  >>
Düren: Den Umgang mit Demenz lernen [09.04.2017, 13.51 Uhr]  >>

Vereine

Lebendiges Geschichtsgedächtnis [09.04.2017, 14.51 Uhr]  >>
Bestehen unter des Meisters Augen [09.04.2017, 13.19 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung