Schild-Knappen sind schon gut gerüstet

Linnicher Hautpschüler kleiden Ehrengäste der „Jülicher Hochzeit“ ein
Von tee [28.03.2006, 21.43 Uhr]

Seit sechs Wochen bereits schmirgeln und sägen, pinseln und montieren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a. Die Linnicher Hauptschüler haben sich künstlerisch ganz in den Dienst der Grafen von Jülich-Kleve-Berg gestellt. Zum Zitadellenfest am 18. Juni wird die Jülicher Hochzeit rund 520 Jahre später noch einmal gefeiert. Zu Ehren des Hochzeitspaares und der Gäste selbstverständlich wurden damals Reiterspiele ausgelobt. Für sie fertigen die 28 Schüler die festliche Ausstattung: Nach langem Stöbern in den farbigen Wappenbüchern des alten Herzogtums Jülich suchte sich jede(r) „Schildknappe“ ein Modell aus. Es sind Wappen der Höfe und Geschlechter des Herzogtums und natürlich der Hauptpersonen, des Brautpaares: Johann Wilhelm I., Jungherzog und Erbe der vereinigten Herzogtümer Jülich, Kleve und Berg, der Grafschaften Mark und Ravensberg sowie der Herrschaft Ravenstein, und die die Markgräfin Jakobe von Baden.

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Mit Hilfe ihres Lehrers, des Künstlers Arnold Schladers, wurden die Farben analysiert, um die 60 x 80 Zentimeter großen Sperrholzplatten zu möglichst echten Schilden werden zu lassen. Auf die getrocknete Acrylfarbe wurde großflächig mit van Dyckbraun aufgetragen ehe sie mit einer Mischung aus Terpentinersatz und Leinöl eingerieben wurde. So erhalten die Holzmodelle den Charakter von altmetallenen Wappen. Kurz vor dem Abschluss stehen diese Arbeiten. Gleichzeitig wird bereits an den Waffen gearbeitet: Die Lanzen, Hellebarden, Degen und Schwerter sind bereits aus dem Holz geschnitten und werden nun nach Vorbildern, die den alten Stichen entnommen sind, verfeinert: Als feiner Abschluss werden die Holzrohling gedrechselt und gefeilt. Noch bis Juni werden die Schüler damit beschäftigt sein, die Ausstattung zu fertigen. Rund 40 Reiter werden dann im Wallgraben die Waffen zur Freude des Publikums kreuzen.

Mehr unter www.zitadellenfest-juelich.de.


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