Herr der Diebe und Oliver Twist

Kinderhelden im KuBa-Kino
Von Redaktion [04.03.2006, 18.50 Uhr]

In Venedig spielt der „Herr der Diebe"

In Venedig spielt der „Herr der Diebe"

Kleine Helden müssen tapfer sein, sang dereinst Wolf Maahn. So geht es auch im Kino des Kulturbahnhofes in dieser Woche zu. In „Herr der Diebe“ können Kinofreunde sich an oppulenten Bildern und einer zauberhaften Geschichte am Montag, 6. März, ab 16 Uhr erfreuen

Der Herr der Diebe - das ist der geheimnisvolle, 15-jährige Anführer einer Kinderbande in Venedig. Er bestiehlt die Reichen, um für seine Schützlinge zu sorgen. Keiner kennt seinen Namen, seine Herkunft. Auch nicht Bo und Prosper - zwei Waisenkinder, die auf der Flucht vor ihren herzlosen Pflegeeltern Unterschlupf bei der Bande gefunden haben. Gemeinsam entdeckt die Bande ein uraltes Karussell mit Zauberkräften: Es kann seine Passagiere älter oder jünger machen - allerdings nur, wenn ein seit langem verschollener Löwenflügel entdeckt und wieder am Karussell angebracht wird. Nicht nur der gerissene Hehler Barbarossa ist den Freunden deswegen auf den Fersen, sondern auch der Privatdetektiv Victor, den die Pflegeeltern auf Bos und Prospers Spuren hetzen...

"Herr der Diebe" ist ein fantastisches Kinderabenteuer vor der wahrhaft bezaubernden Kulisse Venedigs. Mit diesem Buch gelang der deutschen Bestseller-Autorin Cornelia Funke der Durchbruch auch in den angelsächsischen Ländern: Mittlerweile wurde es allein in den USA eine Million Mal verkauft, "Drachenreiter" und "Tintenherz" folgten und garantieren Funke zu Anfang des neuen Jahrhunderts einen Spitzenplatz unter den Kinderbuchautoren.

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Oliver Twist trifft seinen „Beschützer" Fagin.

Oliver Twist trifft seinen „Beschützer" Fagin.

Erobert hat sich diesen schon lange Charles Dickens, Ideengeber für den zweiten Film der Woche: „Oliver Twist“ ist der Held in Roman Polanskis Neuverfilmung, der Montag, 6., und Dienstag, 7. März, jeweils 20 Uhr über die Leinwand im KuBa läuft.

Die Geschichte ist weithin bekannt: Im London des 19. Jahrhunderts gerät der neunjährige Waisenjunge Oliver Twist (Barney Clark) vom Regen in die Traufe, als er aus üblen Kinderarbeitshäusern direkt in die aufnahmebereiten Arme des Gauners Fagin (Ben Kingsley) und seiner Kinderdiebesbande flieht. Als der gutbürgerliche Mr. Brownlow (Edward Hardwicke) in Oliver den vermissten Sohn einer Nichte zu erkennen glaubt, scheint sich das Schicksal zum Guten zu wenden. Fagins skrupelloser Partner Sykes (Jamie Foreman) aber hat andere Pläne.

Persönliche Einflüsse mischen sich mit literarischen, wenn die einstige Kriegswaise Roman Polanski das wohl berühmteste Werk des britischen Literaten Charles Dickens einer weiteren cineastischen Interpretation unterzieht.

Jede Generation verfällt von neuem der atemberaubenden Geschichte des armen Waisenjungen Oliver Twist. Nun lässt Roman Polanski mit der aufwändigsten und spektakulärsten Verfilmung aller Zeiten den weltberühmten, zeitlosen Klassiker wieder aufleben. Für seine meisterhafte Neuverfilmung schaffte der polnische Starregisseur einzigartige Bilderwelten von gewaltiger visueller Kraft, taucht ein in die düstere Atmosphäre einer vergangenen Epoche und in das faszinierende Reich von Charles Dickens, einem der größten Romanautoren des 19. Jahrhunderts. Mit der bewährten Crew seines Oscar-prämierten Dramas „Der Pianist“ gelingt Polanski so ein neuer Zugang zu der über alle Generationen hinweg bekannten Geschichte - lebendig, fantasiereich und zeitlos. Der junge Barney Clark in der Rolle des Oliver ist eine große Entdeckung und Sir Ben Kingsley beeindruckt einmal mehr durch schauspielerische Vielseitigkeit.


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