Heidi und „Merry Christmas“

Kino fürs Herz im Jülicher Kulturbahnhof
Von Redaktion [19.02.2006, 14.03 Uhr]

Heidi entdeckt mit dem Geißenpeter die Bergwelt (Foto: Loonland Pictures)

Heidi entdeckt mit dem Geißenpeter die Bergwelt (Foto: Loonland Pictures)

Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Johanna Spyri um das Waisenkind Heidi und den Almöhi, die 1888 in gedruckter Form erschien. Allein 15 Verfilmungen seit 1920 gibt es von „Heidi“, die aus der heilen Bergwelt in das großstädtische Frankfurt zur Familie Sesemann übersiedelt. Hier soll sie der gelähmten Tochter Klara Gesellschaft leisten.

Wie es dann doch wieder zurück zu den Bergziegen und ihrem Peter geht hat 2005 Alan Simpson noch einmal ins Trickfilm-Bild gesetzt. Für diese Zeichentrickarbeit aus deutschen Landen ließen sich Synchronsprecher wie Jimi Blue Ochsenknecht ("Die wilden Kerle") und Sidonie von Krosigk ("Bibi Blocksberg") nicht lange bitten.

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Weihnachten zwischen den Fronten.

Weihnachten zwischen den Fronten.

Um ein ungewöhnliches Zusammentreffen geht es auch indem dramatischen Weihnachtsfest an der Westfront 1914, das Kinobesucher ab 20 Uhr im Film „Merry Christmas“ mitfeiern können. Auf vergleichsweise engem Raum von wenigen hundert Quadratmetern liegen sich bei klirrender Kälte französisch-britische und deutsche Verbände kampfbereit gegenüber. Als jedoch am Weihnachtsabend vom jeweils anderen Schützengraben Musik herüber schallt, beschließen die Truppen beider Seiten, für einen kurzen Zeitraum die Waffen beiseite zu legen und gemeinsam zu feiern.

Die einfachen Soldaten auf beiden Seiten haben sich per Zettel und Zeichen verständigt und einen inoffiziellen Waffenstillstand verabredet: "We not shoot, you not shoot!", so die Parole. Und es funktioniert. Als Nikolaus Sprink "Stille Nacht" anstimmt, antworten die Franzosen und Schotten mit Applaus. Man stellt Kerzen und Tannenbäume ins Niemandsland zwischen die Schützengräben. Soldaten, die gerade noch alles taten, um sich gegenseitig auszulöschen, steigen aus den Gefechtsständen, begraben gemeinsam ihre Toten, tauschen Geschenke aus und spielen sogar Fußball miteinander.

Erst vier Jahre und elf Millionen Tote später ist der Krieg zu Ende.

Neunzig Jahre nach diesem unglaublichen, aber tatsächlichen Ereignis hat der französische Regisseur Christian Carion daraus einen Film mit europäischer Starbesetzung gemacht: Diane Krüger, Benno Fürmann, Guillaume Canet, Daniel Brühl und Gary Lewis spielen die Hauptrollen in Merry Christmas, der bei seiner Uraufführung im Rahmen der Filmfestspiele von Cannes 2005 begeistert gefeiert wurde.


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