14 Mitglieder sind delegiert

Jülicher Seniorenbeirat in erster Sitzung ideenorientiert
Von Dorothée Schenk [10.02.2006, 11.01 Uhr]

Katarina Esser von der Jülicher Stadtverwaltung stellte die Organisationsform und Aufgaben vor.

Katarina Esser von der Jülicher Stadtverwaltung stellte die Organisationsform und Aufgaben vor.

Aus dem überschaubaren Kreis der Initiatorinnen - allen voran Rose-Clare Kommnick und Leiterin des Amtes für Gleichstellung und Sozialplanung, Katarina Esser, – wuchs jetzt der Seniorenbeirat. Zu seiner ersten konstituierenden und satzungsfindenden Sitzung kamen die Mitglieder im Neuen Rathaus zusammen. Sichtlich noch nicht ganz heimisch im nüchternen Sitzungsrund waren die Vertreter der immer größere werdenden Jülicher Bevölkerungsschicht. 14 Delegierte gehören zu dem Beirat, der sich aus fünf Fraktionsvertreter – im Sinne des Beirates im Alter 60+ – und neun Senioren, die teils sachkundige Bürger, teils Vertreter von Kirchen und Organisationen, etwa des BdH. Diese müssen allerdings noch vom Rat der Stadt Jülich bestätigt werden.

Nach vorausgegangenen Diskussionen wurde entschieden, dass die politischen Vertreter keine Stimme im Beirat haben werden. Nicht Funktionäre sollten im Mittelpunkt stehen, erläuterte Katarina Esser, sondern „die Stimme der Senioren zu Gehör gebracht wird“. Die Aufgabe des Beirates geht aber noch darüber hinaus: Neben Mitarbeit und Beratung ist ein Vorschlagsrecht an den Rat vorgesehen.

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Erstrecken kann sich der Themenkanon von Sport über Verkehr bis Freizeit und Kultur. Die Verwaltung unterstützt die Senioren bei der Gestaltung/Formulierung der Vorlagen sowie dem übrigen Schriftverkehr. Fachliche Unterstützung versteht sich von selbst. Allerdings wird kein Protokollant gestellt. Dafür gab es aber eine erste Diskussion um die Inbetriebnahme eines Seniorenbüros, das einmal in der Woche öffnen soll. Es soll, so stellte Rose-Clare Kommnick vor, Anregungen aufnehmen, Kontaktbörse sein, aber auch neutrale Sammelstelle für Veranstaltungen sein. Daneben bestünde die Möglichkeit zur Information, etwa zu Vorsorgevollmachten und Patientenverfügung. Schulungen seien bereits angeboten worden, so Kommnick.

Wie ernst das neue Gremium von Institutionen genommen wird, zeigt das bekundete Interesse von Polizei und Finanzamt. Beide würden sich gerne in der Runde mit zielgerichteten Themen vorstellen. Angeregt wurde von Waltraud Storm, auch wieder den Transfer von der Stadt zum Friedhof und zusätzlich zum Brückenkopf-Park mit einem Bus zu ermöglichen. Möglichkeiten sieht Bürgermeister Heinrich Stommel, wenn sich hierfür ein gesponsertes Fahrzeug finden ließe. Der Bürgermeister hatte den Vorsitz der konstituierenden Sitzung übernommen, da die Wahl eines Vorsitzenden aus den Reihen der Mitglieder noch ausstand. Diese wurde – mangels Bekanntheit der einzelnen Vertreter vertagt. Zum „Kennenlernen“ treffen sich die Stimmberechtigten zeitnah, um in der nächsten Sitzung die wichtige Entscheidung treffen zu können.

Getagt wird zum nächsten Mal am 13. oder 14. März – öffentlich.


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