Geblitzt und gestürzt

Rasante Großmütter in Jülichs Innenstadt
Von Redaktion [07.02.2006, 15.38 Uhr]

„Unsere Oma fährt im Hühnerstall Motorrad" – so lautet die Refrainzeile eines deutschen Gassenhauers aus den (19)20er Jahren von Robert Steidl. Dass auch heutzutage lebensältere Damen im Jülicher Land immer noch gerne mit dem motorisierten Zweirad unterwegs sind, stellte die Jülicher Polizei am Montag fest.

Kurz nach 10 Uhr führten Beamte des Verkehrsdienstes der Polizeiinspektion Jülich auf der Landesstraße 136 bei Aldenhoven eine Lasermessung durch. Dabei geriet auch eine Mofafahrerin in die Geschwindigkeitskontrolle, deren Gefährt mit mehr als 40 km/h gemessen wurde. Bei der Überprüfung des Zweirads, dessen Höchstgeschwindigkeit eigentlich nur 25 km/h betragen darf, ergaben sich schnell Hinweise darauf, dass die Geschwindigkeit durch technische Manipulationen gesteigert worden war.

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Wie die in Aldenhoven wohnhafte Fahrerin den Polizisten mitteilte, liegt die Höchstgeschwindigkeit des frisierten Mofas sogar zwischen 50 und 60 km/h. Das erstaunte die Beamten weniger, denn schließlich werden solche Delikte beinahe täglich zu Tage gefördert. Überraschender war da vielmehr das "deliktuntypische Alter" der Fahrerin: 76 Jahre. Gegen die Seniorin musste pflichtgemäß eine Verkehrsvergehensanzeige gefertigt werden, denn die für das schnelle Zweirad erforderliche Fahrerlaubnis besitzt sie nicht.

Gegen 13.15 Uhr wurde die Polizei zur Unfallaufnahme in die Schlossstraße gerufen. Eine Mofafahrerin hatte auf der nassen Fahrbahn wenden wollen, war dabei jedoch ohne Einwirkung anderer Verkehrsteilnehmer auf dem weißen Mittelstreifen ins Rutschen gekommen. Ihr Zweirad geriet außer Kontrolle, überfuhr eine Bordsteinkante und prallte schließlich gegen einen Baum. Dort kam die in Jülich wohnhafte Fahrerin zu Fall. Die 66 Jahre alte Frau musste anschließend zur ambulanten Behandlung mit einem RTW ins Krankenhaus gebracht werden. Am Mofa entstand leichter Sachschaden.


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