Feindbild Rassismus

Jugendparlament holt Wanderausstellung nach Jülich
Von Helga Hermanns [16.12.2005, 19.21 Uhr]

Das Jülicher Jugendparlament will sich verstärkt gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus engagieren (wir berichteten). In der jüngsten Sitzung wurde deshalb beschlossen, die Wanderausstellung "Anders? - cool!" der Bundesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit nach Jülich zu holen. Sie ist vom 23. Januar bis 3. Februar in der Kreissparkasse zu sehen. Die vom Bundesjugendministerium geförderte Schau will nicht nur Jugendliche ansprechen, sondern auch Pädagogen, Sozialarbeiter und Politiker. Anhand von Bild- und Textbeispielen kommen Sorgen, Freude und Hoffnungen von ausländischen Jugendlichen und solchen mit ausländischen Wurzeln zur Sprache. Musik- und Sprachbeispiele aus der Heimat der Jugendlichen sind zu hören. Zudem informieren Kurzfilme und computergestützte Quizspiele über Zahlen und Fakten der Migranten. Themen der Ausstellung sind unter anderem der Umzug in die neue Heimat Deutschland, der Umgang mit Bürokratie, das Erlernen der Sprache sowie die Suche nach einem Ausbildungsplatz. Auch Respekt und Toleranz werden thematisiert.

Begleitend zu dieser Wanderausstellung wollen die Mitglieder des Jugendparlaments großflächige Plakate drucken lassen, die den Schriftzug "Wir sind alle Menschen" in vielen verschiedenen Sprachen tragen. Da der Druck nach Auskunft der städtischen Jugendbeauftragten Anja Laux sehr teuer ist, können vermutlich nur zwei Plakatwände in Jülich gemietet werden. Deshalb freuen sich die Jugendlichen über Sponsoren, mit deren Hilfe eventuell mehr Plakate gedruckt werden können.

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Neben dieser Aktion sollen mit dem Jahresetat von 2000 Euro eine Zeltdisco, ein Konzert im Kulturbahnhof sowie ein Arbeitswochenende desJugendparlaments finanziert werden. Auf dem Programm stehen noch weitere Termine. So besichtigen die Jugendlichen am 4. Januar den Aachener Zeitungsverlag und erleben am späten Abend den Andruck der Jülicher Zeitung. Zudem wollen sich die Jung-Parlamentarier dafür einsetzen, dass der demontierte Basketballkorb am Kulturbahnhof wieder angebracht wird. Einige Mitglieder des Parlaments wollen noch einmal mit der KuBa-Leitung verhandeln.

Die nächste Sitzung des Jülicher Jugendparlaments ist für den 14. März geplant.

Quelle: Jülicher Zeitung vom 13. Dezember 2005


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