De Nickel Schuppen zeigt 26. Adventsausstellung

Kunst zum Kauf in Koslar
Von Dorothée Schenk [16.12.2005, 18.57 Uhr]

Hausherr Arnold Schlader in Verkaufsgesprächen.

Hausherr Arnold Schlader in Verkaufsgesprächen.

Wenn es nasskalter und grauer Winter wird in der Jülicher Börde, dann lockt bunte Vielfalt künstlerischen Treibens in die „gute Stube” zu Arnold Schlader. Zum 26. Mal richtete der Keramiker in seiner Galerie-Werkstatt „de Nickel-Schuppen” die Weihnachtsausstellung an den Adventssonntagen aus. Durch die Freundschaft mit Otmar Alt durchbrach er bereits vor Jahren den rein regionalen Charakter. Jetzt ist es gelungen, weitere deutschlandweit aktive und bekannte Künstler zu gewinnen. So präsentiert sich der Grafiker und Buchillustrator Hans Ticha mit Druckwerken. Der gebürtige Böhme erhielt alleine 24-mal den Preis für das schönste Kinderbuch in Ostdeutschland. Die gezeigten ­ übrigens durchaus erschwinglichen Werke ­ sind geprägt von Dada und Kubismus. Charmant die Verbindung der zeichnerischen Kunst mit dem Wortspiel. Der Weihnachtsengel für den Bücherfreund etwa, oder auch der Tanz, bei dem selbst die Buchstaben eine flotte Sohle aus Papier legen.

In herrlichem Kontrast wirken diese Bilder in der Nachbarschaft zu den bizarr charakteristischen Marionetten von Maximiliane Kiermeier aus Bad Tölz. Der Kontakt zur Puppenbauerin kam durch die Lehrtätigkeit Arno Schladers in Bad Reichenhall zustande. Die Köpfe der, von Märchen und Kinderbüchern inspirierten Figuren sind nämlich aus Keramik. Um ihre Fertigkeiten hier auszubauen, belegte „Puppenmutter” Kiermeier bei Keramiker Schlader einen Kurs in der Sommerakademie.

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Kundenschnack unterm schwebenden Weihnachtsbaum.

Kundenschnack unterm schwebenden Weihnachtsbaum.

Ebenfalls aus dem Süden stammt der dritte „Neuzugang” der Weihnachtsaussteller im de Nickel-Schuppen: Gudrun Wirsieg ist Diplom-Designerin und kommt aus der Nähe von Bamberg. Otmar Alt, der seine ­ frisch aus dem Bonner Landesmuseum abgehängten ­ Innenansichten der Moderne zeigt, stellte den Kontakt her. Naiv fröhlich kommen ihre farbenfrohen Illustrationen daher. Unter anderem entwarf Wirsieg Druckentwürfe der Stoffe für die Firma Sigikid. In Koslar sind es amüsant überspitze Alltagssituationen ­ das Paar in der Badewanne sei ein Beispiel ­ die zum Hingucken und Schmunzeln anregen.

Selbstredend bleiben die „Regionalen” Arno Schlader treu. Leo Herzmann präsentiert sich mit seiner Schwarz-weiß-Fotografie, die in diesem Jahr den Baumfreunden besonders gefallen dürften. Schmuckes von Anja Schlader gehört ebenso zum Repertoire. Diesmal ist die Goldschmiedin nicht nur mit eigenen Entwürfen dabei - sie setzte auch jene von Herb Schiffer um. Erstmals erprobt sich der Maler ­ der auch bildnerisch zur Ausstellung mitgebracht
hat ­ als „Schmucker”. Das Thema Mensch zieht sich als roter Faden durch die Aquarelle von Josef-Ferdinand Seitz. Und natürlich hat auch der Hausherr Schlader etwas „beizusteuern”: Kurz vor dem Erscheinen seines Buches zeigt er seine „Venezianischen Impressionen”.


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