Großes Engagement

Jülich: Horst Gottaut trägt das Bundesverdienstkreuz
Von Redaktion [16.12.2005, 18.59 Uhr]

Landrat Wolfgang Spelthahn (r.) überreichte Horst Gottaut im Namen des Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz im Beisein von Ehefrau Ulrike. Foto: Pressestelle des Kreises Düren

Landrat Wolfgang Spelthahn (r.) überreichte Horst Gottaut im Namen des Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz im Beisein von Ehefrau Ulrike. Foto: Pressestelle des Kreises Düren

Horst Gottaut, pensionierter Diplom-Physiker aus Jülich, trägt das Bundesverdienstkreuz. Landrat Wolfgang Spelthahn überreichte dem 68-Jährigen diese außerordentliche Auszeichnung jetzt im Namen des Bundespräsidenten Horst Köhler während einer Feierstunde im Neuen Rathaus in Jülich. "Es lohnt sich, sich über das normale Maß hinaus für seine Mitmenschen zu engagieren", sagte der Landrat und verdeutlichte den Stellenwert der Würdigung anhand von drei Zahlen: "Es leben über 272000 Menschen im Kreis Düren, darunter etwa 70000, die sich ehrenamtlich engagieren. Nur ein kleiner Bruchteil erhält das Bundesverdienstkreuz: In diesem Jahr sind Sie der Siebte."

Jahrzehntelanges Engagement auf drei Feldern hatten den Bundespräsidenten bewogen, Horst Gottaut das Bundesverdienstkreuz zuzuerkennen: So ist er auf lokaler, auf Landes- und Bundesebene Motor der Hilfe und Selbsthilfe von Menschen, die an der chronischen Erkrankung Morbus Bechterew leiden. Darüber hinaus ist sein Name untrennbar mit dem Sportverein SC Stetternich verbunden, was ihn – drittens - dazu brachte, sich im Stadtsportverband Jülich für die Interessen der Sportvereine stark zu machen. "Es hat sich nach und nach alles so ergeben", fasste Horst Gottaut seine Karriere als Ehrenamtler im Kreise einer stattlichen Gästeschar in einem Satz zusammen.

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Doch was rückblickend so folgerichtig erscheint, ist nicht selbstverständlich gelungen. "Ohne das Verständnis und die Unterstützung meiner Frau Ulrike wäre es nicht gegangen", bestätigte der Geehrte die Einschätzung von Landrat Wolfgang Spelthahn, dass hinter dem Kreuz ein gemeinschaftliches Verdienst steht. Respekt vor dieser Teamleistung drückten die Gäste mit Standingovations aus. "Ehre, wem Ehre gebührt", hieß es in den Grußworten, die Jülichs Stellvertretender Bürgermeister Wolfgang Gunia und mehrere Repräsentanten der Morbus Bechterew-Vereinigung sprachen.

"Man kann und muss es angehen", erinnerte sich Gottaut an die Zeit, als er mit Anfang 40 die ärztliche Diagnose jener Krankheit erhielt, die enormen Einfluss auf die menschliche Gestalt und Bewegungsfreiheit haben kann. So gründete er 1983 eine Therapie- und Selbsthilfegruppe im Kreis Düren. Später war er Landes- (1985-1994) und Bundesvorsitzender (1994-2002) der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew. Auch im SC Setternich war er treibende Kraft in vielen Positionen; dem Stadtsportbund Jülich saß er von 1978 bis 1985 vor.


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