Präsident des Landessportbundes NRW bei der Kreissportkonferenz

Klares Votum für Leistungsschwimmzentrum in Jülich
Von Redaktion [22.11.2005, 06.47 Uhr]

(v.l.) Mit Dr. Jürgen Kozel (Vize-Präsident des NRW-Schwimmverbandes) und  Walter Schneeloch (Präsident des Landessportbundes NRW) begrüßte Landrat Wolfgang Spelthahn bei der Kreissportkonferenz. Foto: Kreis Düren

(v.l.) Mit Dr. Jürgen Kozel (Vize-Präsident des NRW-Schwimmverbandes) und Walter Schneeloch (Präsident des Landessportbundes NRW) begrüßte Landrat Wolfgang Spelthahn bei der Kreissportkonferenz. Foto: Kreis Düren

"Das ist ja ein fantastisches Projekt, was Sie da vor der Brust haben", staunte Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes NRW, als er während der Kreissportkonferenz einen aktuellen Überblick über die Planung für das Schwimmleistungssportzentrum in Jülich erhielt. "Ich wünschte mir, alle Landräte würden sich derart zum Wohle des Sports ins Zeug legen", sagte der LSB-Präsident, der dieses Amt vor knapp einem halben Jahr angetreten hatte.

Dass die Träume vom 25 x 50 Meter großen Schwimmbecken in unmittelbarer Nähe des Jülicher Freibades keine Schäume sind, bestätigte Dr. Jürgen Kozel. Der Vize-Präsident des NRW-Schwimmverbandes berichtete der Kreissportkonferenz von einem einstimmigen Präsidiumsbeschluss seines Verbandes, wonach Jülich zum Landesleistungszentrum für den Schwimmsport in NRW auserkoren ist. Kozel: "Es gibt landesweit zig Leistungsstützpunkte, aber eben nur ein Zentrum." Das Landes-Innenministerium hatte dieses Bekenntnis des Verbandes zur Voraussetzung für eine finanzielle Förderung gemacht.

Und Kozel wartete im Kreishaus mit einer weiteren überaus positive Nachricht für die Politiker und Sportfunktionäre aus dem Kreis Düren auf: "Unser Weltklasse-Schwimmer
Christian Keller
hat spontan Ja gesagt, als wir ihn gefragt haben, ob er als Galionsfigur für den Bau des Schwimmleistungszentrums Jülich auftreten möchte. Er ist der Sunnyboy des deutschen Schwimmsports und mit seiner eloquenten Art ein hervorragender Botschafter für dieses Projekt."

Werbung

Ein solch prominentes Zugpferd ist nötig, weil das Schwimmleistungszentrum im Rahmen der EuRegionale 2008 verwirklicht werden soll, in dem es mit anderen Vorhaben aus dem Länderdreieck Belgien, Deutschland, Niederlande um Fördergelder konkurriert. Landrat Wolfgang Spelthahn beurteilte die Realisierungschancen aber als sehr gut: "2008 wird Wasser im Becken sein."

Die Planung sieht ein 25 x 50 Meter großes Becken vor, so dass Wettbewerbe sowohl auf der Kurz- als auch auf der im Kreis Düren so sehnsüchtig erwarteten Langbahn ausgetragen werden können. Die Infrastruktur wird mit Tribünen, Umkleiden, Cafeteria und Sauna auf Spitzensport und Großveranstaltungen ausgerichtet. Innovativ ist die Energieversorgung. Ein Biogaskraftwerk soll aus Pflanzen(-resten) Strom- und Wärme gewinnen, was auch der regionalen Landwirtschaft zugute kommt. Angegliedert werden sollen ein Jugendgästehaus, in dem die Internatsschwimmer untergebracht werden, sowie ein Zeltplatz. Die Camper könnten die Infrastruktur des Hauses mitbenutzen. Geplant ist ferner, den Koslarer Sportplatz in die Nähe des Brückenkopfparks zu verlegen. Ausgestattet mit einem Allwetterbelag, könnte er durchgängig genutzt werden. Der Grundgedanke des Gesamtkonzepts lautet: Begrenzte finanzielle Mittel werden konzentriert, um möglichst viele Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.
LSB-Präsident Walter Schneeloch hatte in seiner Grundsatzrede vorab angesichts schwindender Ressourcen genau das gefordert: Pakte für den Sport zu schließen, um Strukturen und bedarfsgerechte Angebote vor Ort zu schaffen, die ihn auf lange Sicht absichern - absichern durch Wirtschaftlichkeit, Effektivität und Effizienz. Bei Landrat Wolfgang Spelthahn rannte er damit offene Türen ein: "Unser Schwimmleistungszentrum wird sich auch wirtschaftlich rechnen. Denn es ist immer besser und obendrein preiswerter, die Jugend durch Sport in die Gesellschaft zu integrieren, anstatt teure Nachsorge zu betreiben, wenn das Kind erst in den Brunnen gefallen ist."


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Freiflug über die "Sophie"
Der Barmener Olaf Kiel ist begeisterter Pilot von Multi- und Quadrokoptern, landläufig auch als Drohnen bekannt. Zwei bis dreimal in der Woche startet er in die Jülicher Börde mit seinem großen Koffer im Gepäck. Gut geschützt liegt darin die in Einzelteile zerlegte Flugmaschine, denn erst vor Ort werden die Rotoren angeschraubt und die Kamera in die Lagerung, die so genannte Gimbal, eingehängt.  [08.04.2017, 07.42 Uhr]  >>

Rundum

Kreatives Lösungsmodell im Aldenhovener KIM-Prozess [09.04.2017, 14.00 Uhr]  >>
Düren: Den Umgang mit Demenz lernen [09.04.2017, 13.51 Uhr]  >>

Vereine

Lebendiges Geschichtsgedächtnis [09.04.2017, 14.51 Uhr]  >>
Bestehen unter des Meisters Augen [09.04.2017, 13.19 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung