Science Slam

Jülich: Von der S- und Aua-Formel
Von Dorothée Schenk [01.07.2016, 08.55 Uhr]

Was ein Spaß! Schwer unter „Strom“ standen die 20 Teams die beim ersten Jülicher Science Slam angetreten sind. Vertreter fast aller Jülicher Schulen schickten Beiträge ins Rennen, außerdem traten Auszubildende des Forschungszentrums und Studenten der Fachhochschule vom Campus Jülich an – natürlich in unterschiedlichen Altersklassen.

Begrüßung durch die Moderatoren

Begrüßung durch die Moderatoren

Dem staunenden Publikum im vollbesetzten Kulturbahnhof wurde vorgeführt, wie Blitze dreidimensionale Lichtenbergfiguren bauen können (Johannes Grooß und Thomas Windt), welches Kuriositätenkabinett der Haushalt einer Familie an Elektrogeräten birgt (Lea Erdtmann und Jouline Grabbe), dass mit 200 Zitronen ein Handy zu laden ist (Jakob Krause und Julian Flucht) und dass die Formel „je mehr S=Strom, desto mehr „Aua“ (David Hark und Felix Krumbach) nur bis einem Zeitpunkt X gilt.

Die Vielfalt spiegelte sich aber nicht nur inhaltlich, vor allem auch die Art der Präsentation war einfach elektrisierend kurzweilig und versprühte in den über zweieinhalb Stunden Vorträgen ein Feuerwerk an Kreativität: Ob im Dialog (Carolin Liebich und Larissa Lohkamp), als Vortrag (Franziska Blaeser und Oxana Shaya) oder bühnenreife Szene zwischen Professor und interessiertem Laien (Joris Braun und Jan Schiffer), als Louis-de-Funes-Hommage „nein“ - „doch“ - „ooooh“ (Nico Sippel und Moritz Jörrens), Comedy (Tjalle Daniels und Frederic Salentin) und „Strom-Poetry-Slam“ (Gino Machunske, Anna Christina Hühnerbein) stellten sich die Probanden auf.

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Faszinierend war es vor allem auch deshalb, weil die Beiträge stets auch persönliche oder aktuelle Bezüge herstellten. Nele Odinius ließ sich bei ihrem Tag ohne Strom (kein Wecker, kein warmer Kakao, keine Verabredung via Handy möglich) über die Schulter gucken. „Ranga Yogeshwar“ (Laurin Galasso) kam als Gaststar des Abends und erläuterte Anna Linkenheil, was denn bei Rock am Ring für „Strom im menschlichen Körper“ gesorgt hat. Was Mario Götze und sein Wechsel vom BVB nach Bayern München mit Strom zu tun hat, erklärten Sascha Nievelstein und Norick Tschauder.

Per Applausometer wurden schließlich die „Super Brain“s gekürt, die eine Trophäe mit nach Hause nehmen konnten. Ein etwas fragwürdiges Verfahren, wenn ein Unterstützer seine Favoriten mit einer „Wuwusela“ auf die vorderen Plätze „trötet“. Ausgezeichnet waren jedenfalls alle Teilnehmer, weil sie bewiesen haben, dass Wissenschaft nicht langweilig ist und keine „Nerds“ produzieren muss.

Entstanden ist die Idee des Science Slams im „Jülicher Nachbarschaftsdialog“ in der Arbeitsgruppe „Bildung und Perspektive in Jülich“. Federführend bei der Organisation des Science Slams war die FH Aachen, die für die Veranstaltung eng mit den Lehrern der heimischen Schulen, der Stadt und dem Forschungszentrum kooperierte.

Und so sehen Die Super-Brains (1) und Die Super-Brains (1)


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